Betrüger haben mit gefälschten Urheberrechten 23 Millionen Dollar gestohlen

Zwei amerikanische Kriminelle haben YouTube mit 23 Millionen Dollar betrogen. Was mussten sie dafür tun? Nur falsche Urheberrechtsansprüche geltend machen.

Zwei Kriminelle aus Arizona haben das Videoportal YouTube um rund 23 Millionen Dollar betrogen. Jose „Chenel“ Medina Teran und Webster Batista gründeten 2017 ein Medienunternehmen namens „MediaMuv“ und behaupten, die Rechte an mehreren Künstlern lateinamerikanischer Musik zu vertreten und zu besitzen – darunter Daddy Yankee, Julio Iglesias und Don Omar.

Innerhalb von vier Jahren hatten sie in mehr als 50.000 Fällen Lizenzansprüche bestätigt und damit die Künstlerhonorare eingezogen, ohne den geringsten Rechtsanspruch darauf zu haben.

YouTube-Inhalte als Self-Service-Store

Um Zugriff auf das Content Management System (CMS) zu erhalten und die Videoplattform zu monetarisieren, ist „MediaMuv“ eine Partnerschaft mit der Verwaltungsgesellschaft „AdRev“ eingegangen. Diese verwaltet das digitale Urheberrecht von Künstlern, die ihre Videos auf YouTube hochladen. Mit gefälschten Dokumenten haben die Betrüger nun suggeriert, die eigentlichen Rechteinhaber an der Musik zu sein – und seitdem läuft das Betrugsmodell mehr oder weniger von alleine los.

Tantiemen werden automatisch durch die Zusammenarbeit mit „AdRev“ eingezogen. Zudem hat der Zugriff auf das CMS von YouTube Kriminellen die Möglichkeit gegeben, ihrem Repertoire immer mehr Künstler und Musiktitel hinzuzufügen und damit immer mehr Urheberrechtsansprüche geltend zu machen.

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