Beschädigtes Unterseekabel vor Jemen: In Konfliktgebiet schwer zu reparieren

Beschädigtes Unterseekabel vor Jemen: In Konfliktgebiet schwer zu reparieren

Vor der Küste Afrikas wurde ein Unterseekabel beschädigt. Da der Schaden in einem Konfliktgebiet liegt, ist unklar, ob und wann eine Reparatur möglich sein wird. Dies berichtete Bloomberg unter Berufung auf den Kabelnetzbetreiber Sicom. Gleichzeitig berichtete eine israelische Zeitung, dass im Roten Meer drei weitere Unterseekabel beschädigt worden seien, und wies darauf hin, dass die Huthi-Miliz im Jemen dafür verantwortlich sei. Eine Bestätigung hierfür gibt es allerdings noch nicht. Insgesamt zeigen die Ereignisse einmal mehr, welche weitreichenden Folgen die Ereignisse in der Region auf die gesamte Weltwirtschaft haben können.

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Der Chief Digital Officer von Seacom wurde von Bloomberg zitiert Das Unternehmen räumte zwar ein, dass am Wochenende vor der Küste Jemens ein Bruch in einem seiner Unterseekabel festgestellt wurde. Anderen Berichten zufolge ist das Seacom-Unterseekabel nicht dasjenige, das Europa mit Asien verbindet, sondern vielmehr dasjenige, das Kenia mit Ägypten verbindet. Das Problem bestand in einer Tiefe von etwa 150 bis 170 Metern in den Gewässern, in denen die Huthi Handelsschiffe angreifen. Der Internetverkehr wurde schnell über alternative Routen umgeleitet, eine mögliche Lösung könnte sich jedoch als sehr schwierig erweisen.

Zur Reparatur beschädigter Seekabel gibt es Spezialschiffe, die oft im Voraus ausgebucht sind. In diesem speziellen Fall dürfte dies jedoch das kleinste Hindernis sein. Nach Angaben von Brinesh Padayachee arbeite sein Unternehmen bereits an einem Plan mit einem spezialisierten Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, zitierte ihn Bloomberg. Es ist jedoch unklar, ob ein solches privates Schiff in der Lage wäre, ins Wasser einzudringen und bei der Ausübung seiner Arbeit ausreichenden Schutz zu erhalten. Daher hofft sein Unternehmen auf einen Waffenstillstand mit den Houthis.

Padayache sagt, es sei noch nicht möglich festzustellen, wie das Unterseekabel beschädigt wurde. Was jedoch die potenzielle Schuld der Houthis zunichte macht, sind die technischen Fähigkeiten, über die sie verfügen. Die Miliz hat bereits mit Angriffen auf Unterseekabel gedroht, Laut der amerikanischen Zeitschrift Foreign Policy. Aber sie könnten es überhaupt nicht schaffen, nicht mit Hilfe ihrer Verbündeten im Iran, sagen Experten der britischen Streitkräfte. Das bestätigte er vor einigen Wochen gegenüber der BBC. Unterdessen bestehe kein Zweifel daran, dass sie die Kabel angreifen würden, wenn sie könnten, schrieb die Nachrichtenseite.

Während Seacom bestätigt, dass sein Unterseekabel beschädigt wurde, ist unklar, was passiert ist Bericht der israelischen Nachrichtenseite Globes Sie hat es bei sich. Gestern, Montag, hieß es, drei weitere Unterseekabel seien beschädigt worden, was zu einer schwerwiegenden Störung der Kommunikation zwischen Europa und Asien geführt habe. Besonders betroffen sind die Nachbarn am Persischen Golf und Indien. Die Zeitung verweist auch auf Beiträge in sozialen Netzwerken. Außer dem Bericht gibt es keine Hinweise auf solche Störungen. In dem betreffenden Gebiet gibt es mehr als zehn Unterseekabel.


(meh)

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