ATi und nVidia schmieden Zukunftspläne

NvidiaDass die beiden sehnsüchtig erwarteten Pixelbeschleuniger noch nicht veröffentlicht wurden, hält nicht davon ab, schon einmal etwas weiter vorauszuschauen. Besonders in Hinblick auf den G80 ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen, nachdem bereits eine ganze Flut von mutmaßlichen Spezifikationen das Web ereilten; wohl aber zu den Ablegern des G80, welche oftmals wesentlich interessanter sind als der G80-Chip selbst, der anfangs gewiss für eine nicht unbeträchtliche Summe über die Ladentheke wandern wird. Auch wenn es noch keine konkreten Informationen hinsichtlich des Preises gibt, sollte man schon mindestens 500 Euro für das Topmodell einkalkulieren. Die preislich wesentlich attraktiveren Mainstream- und Low-Cost Chips kommen gewöhnlich mit großer Verzögerung hinter her, obgleich der Launch des R520 im Oktober letzten Jahres zeigte, dass man auch gleich mehrere Karten auf einmal präsentieren kann. Nun, beim G80 wird man auf die alte Methode setzen und lediglich zwei High-End Modelle vorstellen - 8800 GTX und GTS sollen sie nach aktuellem Kenntnisstand heißen.

Umso interessanter ist es, wann man die Mainstream- und Low-Cost Ableger zu Gesicht bekommt. Genau dieser Frage haben sich die Kollegen von TweakPC gewidmet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass schon im Frühjahr erste "Light-Editions" vorgestellt werden könnten. Eine wahrlich optimistische Einschätzung, denn bislang vergingen gut und gerne 9 Monate. Angeblich sei man bei nVidia aber so gut mit der Entwicklung des G80 vorangekommen, dass man schon recht früh an den Derivaten entwickeln konnte - erfreulich, wenn es denn stimmt. Über Spezifikationen der "kleinen Boliden" schweigen sich die Kollegen noch aus, allerdings müsste es sich beim Mainstream-Chip - wenn man das bisherige Schema der Kalifornier fortsetzt - um eine 16 Pixelpipeline Lösung handeln, an dessen Chiptakt wieder kräftig geschraubt wurde (600+ MHz). Verfolgt man die Entwicklung kommender Pixelbeschleuniger, die womöglich mit einem 384-Bit Speicherinterface aufwarten können, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man dieses auch beim Mainstream-Chip etwas aufstockt, auf vielleicht 192- oder gar 256-Bit. Waage Theorien, die man sich zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich noch verkneifen sollte.

Nach der Bekanntgabe vor wenigen Wochen, dass der G80 womöglich über ein 384-Bit Speicherinterface verfüge, formen sich bei "The Inquirer" die Gedanken, dass der R600 über gar ein 512-Bit breites Speicherinterface verfüge, so dass eine Verdopplung der Bandbreite gegenüber den aktuellen High-End Boliden quasi spielerisch möglich wäre. Hätte man uns vor rund einem Jahr gefragt, wie hoch das Speicherinterface bei G80/R600 ausfiele, hätten wir gewiss damit geantwortet, dass dieses konstaniert, sprich, bei 256-Bit bleibt. Allein schon die Tatsache, dass durch GDDR4 nun weitaus höhere Taktfrequenzen möglich sind (bis zu 2400 MHz), erweckten nicht im Ansatz den Anschein, dass man bei den Direct3D 10 Chips das Speicherinterface erhöhen würde. Verfolgt man die bisherige Entwicklung, so stellt man unweigerlich fest, dass seit der GeForce FX Serie kein "großer Schritt" mehr getan wurde. Die Bandbreite der 7800 GTX ist beispielsweise nur 25% höher als die der FX 5950 Ultra, obgleich natürlich berücksichtigt werden muss, dass die GeForce 7-GPU die Bandbreite wesentlich effizienter zu nutzen weiß. Trotzdem. Viel hat sich nicht getan und nun soll auf einmal die Bandbreite mehr als verdoppelt werden? Es klingt alles zu schön, um wahr zu sein. Warten wir`s ab und lassen uns überraschen.


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