AMD 8-Ball: AMD-Werbekampagne für OEMs

AMDMit der offiziellen Vorstellung der Centurion-Prozessoren hat AMD zwar viel Performance auf die Produkte des Konkurrenten Intel aufgeholt, doch aufgrund einer extrem hohen Leistungsaufnahme und einer unattraktiven Preisgestaltung ist vor allem der FX-9590 keine wirkliche Alternative. Es ist also kein Wunder, dass die Fachpresse bereits vom möglichen Ende der FX-Prozessoren und somit von AMDs Rückzug aus dem wichtigen Performance-Bereich berichtet. Das Unternehmen aus Sunnyvale möchte den Fokus in Zukunft vermehrt auf seine Mainstream-Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit richten. Diese sogenannten Accelerated Processing Units (APUs) sind in ihren Preisklassen durchaus konkurrenzfähig.

In den zurückliegenden Wochen berichteten wir vor allem über die kommenden APU-Generationen des Prozessorherstellers. Kaveri sollte ursprünglich noch in diesem Jahr erscheinen, doch mittlerweile scheint sich die Veröffentlichung um ein Quartal nach hinten verschoben zu haben. Diese Prozessoren werden erstmals auf Steamroller-Module sowie auf die GCN-Grafikarchitektur setzen. Mitte 2015 soll Kaveri durch die Carizo-APUs abgelöst werden, über die wir bislang nur wenige handfeste Informationen kennen.

AMD A10 Elite Quad-Core

AMDs aktuellste APU-Generation läuft unter der Bezeichnung Richland. Beim A10-6800K handelt es sich um das Flaggschiff unter den Richland-Prozessoren - zu Recht, denn keine APU kann es in der CPU- und der GPU-Leistung mit diesem Modell aufnehmen. Nun können wir berichten, dass das Unternehmen eine neue Werbekampagne startet, um den A10-6800K bei OEM-Herstellern und Internethändlern beliebter zu machen.

Diese nennt sich AMD 8-Ball und vergleicht den A10-6800K mit dem Haswell-basierten Core i5-4670K - natürlich gewinnt die APU den direkten Vergleich. So sei die CPU-Leistung des Core i5-4670K lediglich geringfügig besser, die GPU-Leistung sei aber wesentlich schlechter als die des A10-6800K. Darüber hinaus benutzt AMD den günstigeren Verkaufspreis des APU-Flaggschiffs um dem Core i5-4670K den Todesstoß zu geben. So kosten Prozessor und Mainboard auf AMD-Seite lediglich 183 Euro, während ein entsprechendes Intel-Paket 303 Euro kostet.

Natürlich müssen wir AMDs neue Werbekampagne relativieren, denn der Core i5-4670K arbeitet ungefähr 50 Prozent schneller als der A10-6800K und konkurriert eigentlich mit den schnellsten FX-Prozessoren. Die integrierte Grafikeinheit des APU-Flaggschiffs ist der des Core i5-4670K aber ebenfalls um zirka 50 Prozent überlegen, doch beim Einsatz einer dedizierten Grafikkarte - wie es beim Intel-Prozessor eigentlich der Fall ist - spielt dieser Umstand überhaupt keine Rolle mehr.

Für OEM-Hersteller und Internethändler sind allerdings vor allem der Preis und die Werbung entscheidend und genau hier setzt AMD 8-Ball an. Ein viermal 4,1 GHz schneller Prozessor mit einer deutlich schnelleren Grafikeinheit zu einem wesentlich günstigeren Verkaufspreis hinterlässt nun einmal einen bleibenden Eindruck bei den Endkunden.


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