IFA - schmal, schmaler, OLED-HDTV

MessenWie bereits gestern berichtet, heißt ein großer Trend der aktuellen IFA neben 3D auch LED. Doch im Gegensatz zu LCD-Displays mit LED-Backlight-Panel sind OLED-Fernseher ein wesentlich größer Schritt in die Zukunft. Anstatt "nur" eine flache Hintergrundbeleuchtung in Form von LEDs zu benutzen, setzen OLED-TVs auf selbst-leuchtende, organische Halbleitermaterialien.

Dies hat den Vorteil, dass praktisch gar keine Hintergrundbeleuchtung mehr von Nöten ist und die Panels theoretisch sogar einfacher herzustellen sind. Somit werden entsprechende Fernseher extrem flach und theoretisch lassen sich OLED-TVs auf passende Substrate in Form von hauchdünnen Schichten "drucken". Dies eröffnet auch vollkommen neue Anwendungsbereiche wie beispielsweise Monitore auf rollbaren Folien oder gar auf Kleidungsstücken - beispielsweise als Mini-Display für in die Kleidung integrierte Musik-Player.

LG OLED-TV (IFA 2010)

Zwar war vom zuletzt genannten noch nichts auf der IFA zu sehen, den dünnsten Fernseher der Welt dürfte LG allerdings trotzdem vorgestellt haben. So hat das Panel selbst eine Bautiefe von lediglich 2,9 mm, dafür sind allerdings jede Menge elektronische Bauteile (wie die Stromversorgung) sowie alle Anschlüsse für externe Zuspielgeräte in den Fuß des OLED-TVs gewandert.
Auch der Kontrast sowie der mögliche Blickwinkel des OLED-TVs konnten, und dies ist ebenfalls typisch für OLED-Panels, mehr als überzeugen. Auf dem Bild oben sind zwei der OLED-TVs zu sehen: Im Hintergrund der zweite mit dem Bild einer Lagune, der "dünne Strich" im Vordergrund dient zur Veranschaulichung der "Dicke" und repräsentiert den ersten OLED-TV.


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4 Kommentare

4.) N1truX 07.09.2010 - 12:56 Uhr
Ja, das ist wohl war und auch eine der Hauptgründe warum man praktisch keine Profi-Monitore mit entsprechender Ausstattung zu sehen bekommt.
3.) touly 06.09.2010 - 21:31 Uhr
ein weiteres problem ist die untershciedl. langlebigkeit der versch. Dioden, sodass man eine Fabrverfälschung nahc einiger zeit sieht. (Glaub Rote Dioden sehr lange und blaue relativ kurz)
2.) N1truX 06.09.2010 - 06:01 Uhr
Ja das stimmt, organische chem. Verbindungen sind sehr empfindlich was die Luftfeuchte und den Sauerstoffgehalt betrifft. Das ist auch das größte Problem bei den "rollbaren" Displays. Der Schutz muss gut genug sein um das Display zu schützen, aber noch flexibel genug um sich verformen zu lassen.
1.) Luk Luk 05.09.2010 - 23:37 Uhr
Hoffentlich kann auch die Langlebigkeit überzeugen. Erst letztens bei Tomshardware gesehen, dass OLED unter schlechten Bedingung deutlich Leuchtkraft verliert. Aber die Dicke ist ja der helle Wahnsinn :)