Intel verschiebt Havendale bis Anfang 2010

IntelNehalem steht vor der Tür: Noch im letzten Quartal dieses Jahres soll der erste Nehalem-Prozessor Bloomfield starten. Mit integriertem Triple-Channel-Speichercontroller und einem größeren Die ist Bloomfield allerdings nur für Performance- und High-End-Plattformen ausgelegt - für günstigere Plattformen wäre er einfach zu teuer, zumal auch die Entwicklungskosten noch finanziert werden müssen.

Für den Mainstream-Markt sind dagegen Lynnfield (im Notebook: Clarkfield) und Havendale (im Notebook: Auburndale) geplant, die für den Sockel 1160 erscheinen sollen. Schon der bisherige Start-Termin dieser beiden in 45-nm-gefertigten Prozessoren lag mit dem dritten Quartal 2009 mit deutlichen Abstand hinter Bloomfield. In einem aktuellen Roadmap-Update, das Expreview vorliegt, verdeutlich Intel jedoch nun, dass auch dieser Termin für den kleineren Prozessor Havendale (Dual-Core mit integrierter Grafik) nicht zu halten sei: Als neues Erscheinungsdatum gibt Intel nun Anfang 2010 an.

Der Mainstream Nehalem-Fahrplan

Lynnfield (Quad-Core ohne Grafikeinheit) soll davon aber nicht betroffen sein und weiter in der Back-to-School-Saison 2009 auf dem Markt sein, was den bisherigen Termin im dritten Quartal 2009 bestätigen würde. Damit verbunden wäre auch die Einführung des Sockels 1160 zu diesem Zeitraum, ohne dass dieser jedoch bereits komplett den Sockel 775 ablösen kann: Die günstigsten Penryn-Prozessoren wird Intel bis zur großflächigen Verfügbarkeit der Havendale-CPUs verkaufen - also bis in das Jahr 2010 hinein.

Dies könnte zu einer Sockel-Verwirrung bei Intel im zweiten Halbjahr 2009 beitragen: Während die High-End-Prozessoren für Desktop-Systeme auf Sockel 1366 laufen, ist der Mainstream auf Sockel 1160 und der Value-Bereich auf Sockel 775 zu finden. Nicht betrachtet sind dabei die x86-Server-CPUs für Mehrprozessorsysteme und mobile Prozessoren, die jeweils eigene Sockel bekommen; dies ist jedoch auch aktuell bereits der Fall.

Da Intel bereits 2010 die nächste Architektur Sandy Bridge plant, gedenkt das Unternehmen aus Santa Clara gemäß der vorliegenden Roadmap, dessen Produktionszeitraum an die Verschiebungen des Mainstream-Nehalems anzupassen, um den Lebenszyklus der kleineren Nehalem-Modelle nicht zu gefährden. Was mit den für 2009 angekündigten Westmere-CPUs, dem Shrink auf 32 nm, passiert, wird dagegen nicht erwähnt. Falls dieser pünktlich erscheint, darf wohl erwartet werden, dass dieser zunächst nur im High-End-Bereich eingesetzt wird - wie es 2007 bereits mit dem Yorkfield der Fall war.


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3 Kommentare

3.) Lumi25 04.09.2008 - 19:28 Uhr
Na ja war irgendwie abzusehen. Eine Konkurrenz für den derzeitigen Wolfdale existiert praktisch nicht.
2.) Phenocore 04.09.2008 - 17:51 Uhr
Ja. Es soll bloß die relativ schwache IGP vom Mainboard in das CPU-Package integriert werden und dann wir die GPU halt auf der Temperatur gehalten, die die CPU aushält.
1.) Duplex 04.09.2008 - 17:26 Uhr
wie will man eigentlich das Temperatur problem lösen GPU mit ner CPU zu kreuzen ?

amd plant doch nen R8** mit ner CPU zu kreuzen
die GPU halten dabei doch ne menge mehr aus als ne CPU von der temperatur und die GPU verbraucht deutlich mehr

oder planen die des nur mit so billig onboard dinger de mit Vista Aero bereits kurz vorm limit sind ?