Intel Larrabee: Gut für den Markt?

IntelDas bekannte Marktforschungsinstitut Jon Peddie beschäftigt sich in einer seiner jüngsten Ausführungen über Intels Larrabee und dessen Auswirkungen auf den gesamten Grafikkartenmarkt. Jenen beobachtet man schon seit jeher und veröffentlicht in regelmäßigen Zyklen die derzeitige Marktsituation.
Durch Larrabee, so Jon Peddie, werde nicht nur Intel selbst profitieren, sondern der gesamte Markt und damit auch AMD und Nvidia, die gerüchteweise schon schlottrige Knie bekommen haben sollen.

Jon Peddie argumentiert, dass Intels Werbepräsenz deutlich stärke sei als die von AMD und Nvidia zusammen. Zudem würde Intel insbesondere wenn es um neue Produkte geht, die Werbetrommel kräftig rühren. So würde der gesamte Markt aus einer völligen neue Perspektive gesehen, schildert Jon Peddie weiter.
In Zahlen: Man erwartet, dass bereits im ersten Jahr Larrabees (2010) Marktsteigerungen von 5 Prozent zu beobachten wären, was ungefähr 1,5 Millionen mehr verkaufte Grafikkarten bedeuten würde. In weiteren fünf Jahren, 2015, soll sich der Markt durch Intel sogar um 33 Prozent ausgedeht haben und folglich mehr als 10 Millionen weitere PC-Spieler angelockt haben.

Jon Peddies Intention ist es, dass durch Intels Einstieg, und damit gleichzeitig dem Rattenschwanz an Werbung, ganz neue Menschen für PC-Spiele sensibilisiert werden und damit auf lange Sicht bei entsprechend guten Produkten auch auf AMD und Nvidia umschlagen. Wenn man nämlich erst einmal Blut geleckt hat - die Droge PC-Spiele intus hat -, beschäftigt man sich intensiver mit der Materie und wechselt dann vermutlich zum besten Grafikkartenanbieter, der dann eben auch durchaus AMD oder Nvidia heißen kann.

Als Beispiel für seine These führt man den Nintendo Wii an. Dieser hat dem Konsolenmarkt eine völlig neue Kundschaft beschert. Sportbegeisterte, die Konsoleros als Couch-Potato abstempelten, haben in der Wii ihren Meister gefunden und sind somit ebenfalls in die Welle der virtuellen Welt eingetaucht, von der man - glaubt man Jon Peddie - meistens auch nicht mehr so schnell loskommt.

Die Ausführungen Jon Peddies klingen plausibel und könnten durchaus eintreten. Es sei an dieser Stelle jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um vage Zukunftsgedanken handelt, die eintreffen können aber nicht müssen.


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1 Kommentar

1.) Gradenkov 11.08.2008 - 22:51 Uhr
Das heisst aber noch lange nicht das es so passieren wird.
Intel hat doch eh den grössten Marktanteil durch ihr Desktop-sparte.
''Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast''