Bericht: Toshiba AC100 unter Android und Linux2. Januar 2011

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Einleitung

Angesichts der zunehmenden Bedeutung der ARM-SoCs für Heimanwender haben wir uns entschlossen, den Klassenprimus einmal etwas genauer anzusehen, nämlich Nvidias Tegra 2. Toshiba hat uns für Testzwecke freundlicherweise ein AC100-Smartbook mit Tegra 2-Innenleben zur Verfügung gestellt. Das kleine 10 Zoll-Gerät ist äußerst handlich, leicht und recht günstig zu haben.

Toshiba AC100 / Dynabook AZ

Standardmäßig kommt das AC100 mit Android 2.1, das eigentlich für Touch-Geräte optimiert ist. Einer der großen Pluspunkte für unsere Tests war aber die Tatsache, dass es für das AC100 schon lauffähige Linux-Versionen gibt. Wir haben uns daher entschlossen, Nvidias ARM-SoC auch einmal unter Linux anzuschauen. Dabei ergaben sich einige Überraschungen, was die Leistung der Tegra-Plattform angeht.

Die Software als Problem

Android ist als Betriebssystem auf Smartphones optimiert, also auf Touchdisplays und kleine Bildschirmdiagonalen bis etwa 7 Zoll. Die Android-Apps sind passend für Smartphones mehr auf den Konsum von Medien ausgelegt als auf produktives Arbeiten. Viele Spiele leben zudem von den Eingabemöglichkeiten der Smartphones, also Multi-Touch oder zum Beispiel Lagesensoren.

Das AC100 hat allerdings weder ein Touchdisplay, noch hat es Lagesensoren und der Bildschirm liegt mit 10 Zoll ebenfalls deutlich über Smartphone-Maßen. Das Problem, das sich von Anfang an stellt, ist demgemäß, dass die Hardware nicht zur verwendeten Software passt.
Mit einer Hardware-Tastatur und einer sparsamen Plattform, die auch bei geringem Gewicht lange Akkulaufzeiten ermöglicht, wäre das AC100 eigentlich ein idealer Begleiter für den produktiven Einsatz - wäre da nicht Android.
Wir wollten uns das Gerät dementsprechend zunächst unter dem vorinstallierten Android genauer ansehen, um anschließend zu sehen, wie Nvidias Tegra 2 unter Linux abschneidet. Ein Desktop-Windows kommt für ARM-Prozessoren nicht in Frage, da dieses auf x86-Hardware angewiesen ist. Wir haben uns daher für die ARM-Version von Ubuntu 10.10 entschieden.

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