Test: Intel Core 2 Duo E630023. Juni 2006

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Einleitung

Schon seit Wochen, ja gar Monaten, ist das Hardwarethema Nummer eins der Intel Core 2 Duo - Codename: Conroe. Und wir können nun mit absoluter Gewissheit sagen "zurecht". Unser hier und heute getestetes Conroe Modell, das wir auf unserem eigenen Testsystem auf Herz und Nieren überprüfen konnten, zeigte eindrucksvoll das die bisher ermittelten inoffiziellen Benchmarkwerte keine reine Fiktion waren. Allein der Schritt die seit 13 Jahren bestehende Marke "Pentium" einzufrieren, erfordert eine gehörige Portion Mut. Doch der Core unterscheidet sich tatsächlich so sehr vom Pentium - besser gesagt Pentium 4 - das diese Namensgebung vollends in Ordnung geht.

Core 2 Duo Logo und Core 2 Extreme Logo

Nach diesem Test drängte sich uns nur eine Frage auf: Wie möchte AMD diesen Rückstand wettmachen? Diese Antwort konnten wir leider nicht beantworten, doch nach diesem Test dürfte selbst der eingefleischte AMD-Fan ratlos sein. Dass AMD bisher die klar besseren CPUs herstellte, steht außer Frage. Intel erkannte anscheinend das "kleinere" Refresh-Updates nicht den gewünschten Erfolg gegen die sehr effiziente K8 Architektur brächten, so dass man sich darauf verständigte, eine komplett neue Architektur zu entwickeln, die die Vorzüge des Pentium M mit denen des Pentium 4 vereint. Die jetzt fertigentwickelte Core-Microarchitektur darf man unverschmälert als "Wunder" bezeichnen.

Als AMD vor gut vier Jahren seine K8 Architektur vorstellte, war die Euphorie längst nicht so groß, da erste Modelle noch nicht ganz an den damaligen Primus Pentium 4 heranreichten. Spätestens mit der Sockel 939 Vorstellung waren die Karten aber klar gemischt. Das Intel jetzt wieder aufschließt und die Krone stämmt, ist der erste positive Effekt der neuen Architektur. Zweiter und ebenso wichtiger Punkt ist die geringe Verlustleistung des Conroe, die in etwa mit der des Athlon 64 gleichauf ist, wobei hier berücksichtigt werden muss, dass Intel den Conroe schon im fortschrittlichen 65nm produziert und AMD erst Anfang 2007 den Schritt 65nm wagt.

Intel Core-Microarchitektur

Gleichzeitig mit der Umstellung auf 65nm wird AMD auch notgedrungen seinen verbesserten K8, besser bekannt als K8L, vorstellen. Dieser soll die Core Prozessoren von Intel attackieren und - so der Wunsch von AMD - die Performancekrone wieder nach Sunnyvale holen. Dabei helfen soll ihm die neue HyperTransport 3.0 Verbindung, eine doppelt so hohe Floating Point Performance, L3-Cache sowie andere kleinere Finessen. Wir persönlich glauben allerdings, dass AMD erst wieder mit der Vorstellung seiner ersten Quad-Core CPUs auf Intel aufschließen können wird; ergo in einem knappen Jahr. Bisdahin dürfte Intel das Maß aller Dinge sein - so unsere Theorie.

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