Test: Taktskalierung: Kepler vs. Tahiti9. Mai 2013

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Einleitung

Unseren neuen Testparcours haben wir bereits mit den Tests GTX 680 vs. HD 7970 GHz und Gainward GTX 670 Phantom eingeweiht. Erfreulicherweise skalieren die Anwendungen einwandfrei und das Performancerating fasst alle Benchmarks zu einem kompakten, übersichtlichen Ergebnis zusammen. In diesem Test wollen wir uns allerdings weniger mit den Qualitäten einer bestimmten Grafikkarte, sondern mit dem OC-Verhalten der beiden aktuellen High-End-GPUs GK104 und R1000 beschäftigen. Dabei übertakten wir zunächst nur den Grafikprozessor, dann ausschließlich den Grafikspeicher und letztendlich Grafikprozessor und Grafikspeicher gemeinsam um jeweils zehn Prozent. Die Performance dieser drei OC-Varianten vergleichen wir anschließend mit der Performance der jeweiligen Grafikkarte mit Referenztaktraten. Die Testkandidaten sind die Geforce GTX 670 und die Radeon HD 7970.

Die GPU der Geforce GTX 670 kommt mit einer Taktfrequenz von 915 MHz daher und der Speicher taktet mit 3.004 MHz. Übertakten wir die Grafikkarte um zehn Prozent, so liegt der Chiptakt bei 1.006 MHz und der Speichertakt bei 3.305 MHz. In unserem Test konkurriert die Geforce GTX 670 (915 / 3.004 MHz) also mit der GPU-OC-Variante (1.006 / 3.004 MHz), mit der MEM-OC-Variante (915 / 3.305 MHz) und mit der GPU/MEM-OC-Variante (1.006 / 3.305 MHz).
Da Nvidia-Grafikkarten seit der Geforce-GTX-600-Serie über einen dynamischen Turbotakt verfügen, der den Grafikprozessor automatisch übertaktet, wird unser Test wesentlich schwieriger, denn der Turbotakt der übertakteten GPU liegt bei unserem Modell lediglich sieben Prozent über dem Turbotakt der unübertakteten GPU. Durch eine zehnprozentige Anhebung des Power Limits liegt der Turbotakt der übertakteten GPU allerdings wieder ungefähr zehn Prozent über dem Turbotakt der unübertakteten GPU.

MSI Afterburner

Da die Radeon HD 7970 keinen dynamischen Turbotakt besitzt, gestaltet sich das Konfigurieren für unseren Test viel einfacher. Eine Referenz-Radeon-HD-7970 verfügt über einen 925 MHz schnellen Grafikprozessor, während der Speichertakt bei 2.750 MHz liegt. Die Radeon HD 7970 (925 / 2.750 MHz) tritt in unserem Test demzufolge gegen die GPU-OC-Variante (1.018 / 2.750 MHz), gegen die MEM-OC-Variante (925 / 3.026 MHz) und gegen die GPU/MEM-OC-Variante (1.028 / 3.026 MHz) an. Die Taktfrequenzen erzeugen und überwachen wir mit dem Tool MSI Afterburner.
In unserem Test schicken wir die beiden Grafikkarte inklusive aller OC-Varianten durch unseren neuen Testparcours, allerdings nur bei vierfachem Antialiasing und 16-facher Anisotroper Filterung. Da das Spiel Tomb Raider kein Multisampling-Antialiasing unterstützt, benutzen wir in dieser Disziplin FX-Antialiasing und 16-fache Anisotrope Filterung. Überdies messen wir noch die Leistungsaufnahme des Testsystems.

Wir erhoffen uns durch diesen Test zahlreiche interessante Erkenntnisse über das OC-Verhalten der aktuellen High-End-Grafikkarten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über Ihre Kommentare!

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