Test: Soundchips in PC-Spielen24. Juni 2009

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Einleitung

Die meisten PC-Nutzer kaufen fertige Komplettsysteme aus dem OEM-Markt. Genau das ist der Grund dafür, dass moderne Mainboards einen eigenen Soundchip, in der Regel von Realtek, besitzen und separate Soundkarten, wie sie vorher Gang und Gebe waren, kurz vor dem Aussterben stehen. Einzig verbliebener, großer Hersteller von solchen Karten ist Creative, welcher seit 2005 mit seiner „Xtreme-Fidelity“-Serie für Furore sorgt.

Doch nicht nur Creative, sondern auch der ehemalige Grafikriese ATI, welcher Ende 2006 von AMD aufgekauft wurde, wollte dem Konsumenten einen alternativen Audio-Adapter anbieten. Die X1000-Serie stellt somit die Geburt des „ATI High Definition Audio“, womit die Grafikkarte gleichzeitig auch (digitalen) Sound berechnen konnte, dar. Der große Vorteil gegenüber einer X-Fi-Soundkarte ist der kleine Preis: Nichts, beim Kauf einer ATI-Grafikkarte.
Die Nachteile der ATI-Lösung sind, dass nur digitaler und nicht analoger Sound ausgegeben wird und demzufolge herkömmliche Computerboxen nicht betrieben werden können, die Performance leicht einknickt und die Klangqualität nicht an eine gute, externe Soundkarte herankommt.

Soundchips in PC-Spielen

Inwiefern sich beide Audio-Prozessoren gegen die zahlenmäßig schier übermächtige Onboard-Konkurrenz aus dem Hause Realtek schlagen, wird unser folgender Test exemplarisch am ALC889A zeigen.
Eines besonderen Blicks gewürdigt wird das Gespann aus Onboard- und ATI-Lösung, welches wir vergangenen Freitag in einer News anprangerten. Unter der Überschrift ATI HD Audio mindert die 3D-Performance deckten wir auf, dass unser Testsystem mit deaktiviertem ATI HD Audio schneller lief als mit aktivem, obwohl in der Theorie eigentlich unsere Onboard-Lösung von Realtek die Arbeit alleine verrichten sollte.

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