Test: Sapphire R9 280X Vapor-X Tri-X OC26. August 2014

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Fazit

Bevor wir ein finales Urteil und eine Empfehlung aussprechen, möchten wir uns bei Sapphire für das Bereitstellen der Grafikkarte und die langjährige Zusammenarbeit bedanken. Die Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC verursachte über den gesamten Test hinweg keine Probleme. Selbst beim Overclocking kam es nicht zu Abstürzen oder sonstigen Fehlern. Da uns bedauerlicherweise kein Referenzmodell zur Verfügung stand, konnten wir den Kühler der Partnerkarte nicht mit der Standardkühlung vergleichen. Dennoch sind wir zu interessanten Ergebnissen gekommen, aber alles der Reihe nach.

An der Spitze ergibt sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Radeon R9 290 und der Geforce GTX 780. Beide Grafikkarten nehmen sich leistungstechnisch nicht viel, wobei sich die Radeon gerade unter qualitätsverbessernden Features einen kleinen Vorsprung herausarbeitet. Die Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC schlägt sich trotzdem sehr gut und ist in der Lage, das Referenzmodell um sechs Prozent schlagen. Die zehnprozentige Chiptakterhöhung wird also nicht eins zu eins in Performance umgesetzt. Die beiden Platzhirsche rendern zehn beziehungsweise neun Prozent schneller als die Sapphire-Karte.

Sapphire R9 280X Vapor-X Tri-X OC

In puncto Leistungsaufnahme weist die Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC erwartungsgemäß gewisse Defizite auf – der Tahiti-Chip ist schlicht und ergreifend viel zu stromhungrig. Unter Windows sind zwar noch keine Auffälligkeiten messbar, doch sobald es zu einer Lastsituation kommt, steigt der Verbrauch der Sapphire-Karte rapide an. Die Leistungsaufnahme liegt etwas über der des Referenzmodells und deutlich über der der Geforce GTX 780. Die schnellere Radeon R9 290 zieht allerdings noch mehr Strom aus der Steckdose. Generell benötigen die Grafikkarten mit AMD-GPUs mehr Energie als die Geforce GTX 780.

Die Lautstärke der Referenzgrafikkarte konnten wir leider nicht ermitteln, weil die von Sapphire verbaute Kühlkonstruktionen völlig anders als der entsprechende Standardkühler ausfällt. Letzterer kommt ohnehin auf keinem aktuellen Modell zum Einsatz. Für den Kühler der Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC müssen wir Sapphire ein großes Lob aussprechen. Unter Spielelast verursacht der Kühler einen Schalldruck von maximal 46,0 Dezibel, was sogar den bereits sehr guten Wert der Radeon R9 290 Tri-X unterbietet. Die Geforce GTX 780 Phantom GLH schneidet in dieser Disziplin hingegen etwas enttäuschend ab.

.Nvidia Geforce
GTX 780
AMD Radeon
R9 290
AMD Radeon
R9 280X
Sapphire Radeon
R9 280X V-X Tri-X OC
Chiptaktfrequenz894 MHz875 MHz1.000 MHz1.100 MHz
Performance98,8 %100,0 %87,3 %94,9 %
Leistungsaufnahme309 Watt362 Watt338 Watt345 Watt
Lautstärke---46,0 dB
Overclocking---+ 5,7 %
Preis380 €300 €220 €255 €

Durch Übertakten kann die Performance einer Grafikkarte in der Regel um einige Prozentpunkte gesteigert werden. Da wir das Referenzmodell nur simuliert haben, konnten wir an dieser Stelle natürlich keine Werte ausloten. Bei der Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC konnten wir eine Leistungssteigerung von ungefähr sechs Prozent erzielen. Dieser verhältnismäßig kleine Wert ist kaum verwunderlich, denn immerhin taktet die Karte bereits dicht an der Grenze des Möglichen. Das ist eigentlich schade, da die beiden 8-Pin-Stromstecker normalerweise mehr als genug Power für noch höhere Taktfrequenzen zur Verfügung stellen könnten.

Aktuell kostet die Sapphire Radeon R9 280X Vapor-X Tri-X OC etwa 255 Euro und ist somit 35 Euro teurer als die günstigste Variante der Radeon R9 280X. Die Radeon R9 290 ist momentan für 300 Euro gelistet, während die Geforce GTX 780 für stolze 380 Euro ihren Besitzer wechselt. Aufgrund des überragendes Kühlers und der soliden Performance sprechen wir der Sapphire-Karte gerne eine Empfehlung aus. Dem Käufer sollte aber bewusst sein, dass der Pixelbeschleuniger einen enormen Stromdurst mit sich bringt. Spielt die Leistungsaufnahme für den Kunden lediglich eine untergeordnete Rolle, spricht nichts gegen den Kauf der Grafikkarte.

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