Test: Sapphire Hybrid X1950 Pro5. November 2006

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Einleitung

Die Geschichte des RV570 findet Ende März ihren Ursprung, als erste Gerüchte über den neuen Preisleistungschip der Kanadier die Runde machten. Es folgten geschlagene vier Monate, ehe man wusste, dass das Modell auf den Namen X1950 Pro hören würde. Nochmalige drei Monate zogen durchs Land, bis ATi endgültig am 17. Oktober das Schweigen über den Chip brach und die Geburtsstunde für den ersten, in 80nm gefertigten Grafikchip legte. Wohlwollend darf man sagen, dass hinter dem Chip mehr steckt, als man regelrecht vermuten mag, denn er ist ein eigenständiger Chip und kein deaktivierter R580+ oder sondergleichen. Er wurde von ATi speziell für die Bedürfnisse im Mainstream-Sektor konzipiert und soll hohe Geschwindigkeit mit einem kleinen Preis vereinen. Ob der Chip der vermutete Preisleistungskracher ist, wird er noch im Laufe unseres Tests beweisen müssen, allerdings stehen die Vorzeichen recht gut.

Sapphire Hybrid X1950 Pro

Vorwerfen kann man ATi beim X1950 Pro-Chip, dass dieser erst relativ spät das Licht der Welt erblickte - war er doch ursprünglich auf der Games Convention fest als neuer Kandidat eingeplant. Die Verspätung ein fataler Fehler, wenn man bedenkt, dass die neue Grafikkartengeneration schon quasi vor der Tür steht und der X1950 Pro somit schnell das Schicksal ereilen könnte, nur noch zweite Wahl zu sein. Im nachhinein groß herum zu reden über hätte/wäre/wenn, hilft wahrlich nicht mehr. Man sollte also wenigstens jetzt der X1950 Pro die Aufmerksamkeit schenken, die sie verdient und das wollen wir in diesem Artikel gebührend tun.

Konkurrenz tut immer gut, heißt es. Doch was macht man, wenn man keine hat? In jener süffisanten Lage befindet sich die ATi Radeon X1950 Pro. Ein direktes Konkurrenzprodukt stellen die Kalifornier nicht; zwar bewegt sich die 7800 GTX auf ähnlichem Niveau, ist allerdings schon längst ein Auslaufmodell. Übrig bleibt von hinten die 7900 GS und von vorne die 7900 GT. Irgendwo dazwischen muss sich die X1950 Pro positionieren, ohne Konkurrenz. Ist es schlimm ohne Konkurrenz darzustehen? Hat ATi extra einen Lückenfüller aus der Tasche geholt, um nicht mit nVidia in direkten Kontakt zu geraten? Nein, nein. Der RV570 sollte ein Chip werden, der sehr gute Leistung mit kleinem Preis vereint und das - wir wollen es schon im Vorfeld verraten - ist ihm auf alle Fälle geglückt. Mehr sollte er nicht werden.

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