Test: Sapphire HD 485026. Juli 2008

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Einleitung

Es ist keine sechs Wochen her, als Nvidia und ATI ihre jeweiligen Next-Generation-Chips der Welt im wochentakt präsentierten. Überwog bei Nvidia das Prinzip maximale Performance (koste es, was es wolle), so stellte AMD scheinbar bescheidene Ansprüche, indem man seines Zeichens das Prinzip Performance pro Quadratmilimeter ausrief.
Die Ausgangssituation ist und war also grundverschieden. Während Nvidia - wie aus der Vergangenheit gewohnt - erneut einen transistorschweren, monolithischen Chip präsentierte, begnügte sich AMD mit einem sehr kosteneffizienten Performance-Chip, bei dem man sich jedoch alle Optionen offenließ, ihn innerhalb kürzester Zeit zu doppeln.

Sapphire HD 4850 inklusive Verpackung

Die heute hier vorgeladene HD 4850, die neben der HD 4870 das zweite Modell der neuen AMD-Produktreihe ist, stellt also keineswegs Ansprüche, Nvidia die mit der GTX 280 deutlich ausgebaute Performancekrone abzuluchsen, sondern vielmehr dem Käufer sehr viel für sein Bezahltes an Performance zurückzugeben. Dies lässt sich mit dem Prinzip Performance pro Quadratmilimeter gut vereinbaren.

Sowohl HD 4850 als auch HD 4870 basieren auf dem brandneuen RV770-Grafikchip, dem offiziellen Nachfolger des bereits sehr erfolgreichen RV670 (HD 3850, HD 3870, HD 3870 X2). Beim RV770 hat man nicht nur die Shader- und Textureinheiten kräftig aufgebohrt und anders organisiert, sondern auch Feintuning betrieben. Ehe wir auf die Leistung des Chips, genauer gesagt der HD 4850, zu sprechen kommen, wollen wir uns daher die technischen Daten und den Architekturaufbau etwas näher anschauen.

Ein Dank geht an dieser Stelle Richtung Sapphire, die für eine schnelle und unkomplizierte Bereitstellung eines Testsamples gesorgt haben.

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