Test: Sapphire HD 483023. November 2008

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Einleitung

Kurz nach der Vorstellung der HD 4800-Reihe im Juni dieses Jahres folgten mit HD 4670 und HD 4650 rasch entsprechende Mainstream-Lösungen. Mit 60 Prozent weniger Streamprozessoren, 50 Prozent weniger ROPs sowie 20 Prozent weniger TMUs waren diese allerdings stark beschnitten.
Die entstandene Lücke versucht ATI nun mit der HD 4830 zu schließen. Hierbei handelt es sich um eine teildefekte RV770-Grafiklösung, die für gewöhnlich auf HD 4850 und HD 4870 zum Einsatz kommt.

Sapphire HD 4830

Mit der HD 4830 dringt ATI in genau die Nahtstelle ein, wo zurzeit Nvidia mit Produkten wie 8800 GT und 9800 GT glänzt und Tag ein Tag aus neue Absatzrekorde erzielt - der 100 Euro-Verkaufszone.
Der offizielle Launch der HD 4830 fand am 23. Oktober statt. Alle zeitig dazu onlinegingenden Reviews waren allerdings fehlerhaft bzw. spiegelten nicht die Performance der Karte wider, die wenig später in den Regalen der Händler stand. Fälschlicherweise hatte ATI auf die Pressemuster ein falsches Bios aufgespielt, das lediglich 7 statt 8 SIMD-Einheiten ansteuerte. Somit besaß die Karte nur 560 Streamprozessoren und 28 TMUs statt 640 Streamprozessoren und 32 TMUs.

Sapphire HD 4830 auf Verpackung

Für diesen Test stellte uns Sapphire freundlicherweise eine finale und fehlerfreie Karte, wie sie im Handel anzutreffen ist, zur Verfügung. Bis auf 20 Prozent weniger Streamprozessoren und TMUs sowie etwas humaneren Taktraten an Chip und Speicher stellt die HD 4830 einen waschechten RV770-Core dar, wie er auf HD 4850 und HD 4870 Verwendung findet. Genügt dies, um nicht nur die 9800 GT zu schlagen, sondern auch schon vielleicht die Fährten der 9800 GTX aufzunehmen? Und wie schlägt sich der Recycling-Chip im Vergleich zur HD 4850? Die folgenden Seiten sollen Antworten liefern.

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