Test: Sapphire HD 477027. Mai 2009

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Einleitung

Radeon HD 4770 heißt AMDs erste 40 Nanometer-Grafikkarte, die für weniger als 100 Euro eine Performance verspricht, die in dieser Preisklasse bislang ihres Gleichen suchte. Sie positioniert sich namenstechnisch zwischen der HD 4600- und HD 4800-Reihe und hat sich auf der Gegenseite die Geforce 9800 GT als Konkurrenten erkoren.
Kann Sie die im Vorfeld hohen Erwartungen erfüllen?

Die Radeon HD 4770 setzt auf den so genannten RV740-Grafikchip als Untersatz. Dank des neuen Fertigungsverfahrens misst sie gerade einmal rund 140 Quadratmilimeter und liegt somit auf ähnlichem Größenniveau wie der RV730-Grafikchip, der auf HD 4650 und HD 4670 zum Einsatz kommt, obwohl doppelt so viele Streamprozessoren und ROPs Platz finden.

Sapphire HD 4770 auf Karton

Premiere feiert die Radeon HD 4770 auch in Bezug auf den Speichertyp. Erstmals wird bei einem 128 Bit breitem Speicherinterface auf GDDR5-Speicher zurückgegriffen. Dieser verhilft der Karte trotz knapp bemessenem Speicherinterface zu genügend Speicherbandbreite.
Mit 80 Watt TDP verfehlt der Mittelklasse-Chip darüber hinaus nur ganz knapp die 75 Watt-Grenze, die einen vollkommenen Verzicht auf einen Zusatzstecker für die Stromversorgung nach sich gezogen hätte.

Für diesen Test entsandte uns freundlicherweise Sapphire ein Sample, das wie alle HD 4770-Produkte auf eine eigene Kühllösung setzt.
Wir wollen das Sample in gewohnter Manier durch unseren Testparcours schicken - zur besseren Vergleichbarkeit wurde auch noch kurzfristig ein Geforce 9800 GT-Exemplar eingeladen - und uns wie schon im letzten Test auch erneut vermeintlichen Nebensächlichkeiten wie Verlustleistung, Lautstärke, Temperatur und Übertakten intensiv widmen.

Neuer Stern im Zentrum der Grafikkarten-Galaxie? Dies wollen wir auf den folgenden Seiten klären.

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