Test: Sapphire HD 47305. Juli 2009

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Einleitung

Vor gut einem Monat stellte AMD mit der Radeon HD 4770 die erste Desktop-Grafikkarte im 40 Nanometer-Verfahren vor. Der eigens entwickelte RV740-Grafikchip war damit nicht nur deutlich kleiner und kostengünstiger zu produzieren als der RV770, sondern bestach auch durch exzellente Verbrauchswerte.
Die Radeon HD 4770 erhielt Bestnoten bei den Launch-Reviews, doch ihre neue Stärke, der Fertigungsprozess, wurde ihr gleichzeitig zum Verhängnis. Auftragsfertiger TSMC hat das neue 40 Nanometer-Verfahren noch nicht im Griff. Die Yields fallen miserabel aus, senken die Rentabilität des Chips, sorgen aber in erster Linie dafür, dass schlichtweg nicht die Nachfrage gestillt werden kann.

Hier und heute steht die so genannte HD 4730 im Mittelpunkt. Ein Grafikprodukt, das AMD nicht groß inszenierte und bisweilen auch lediglich von den AIB-Partnern Powercolor und Sapphire angeboten wird. Es ist die Reaktion auf die Lieferschwierigkeiten der HD 4770.
Hinter der Bezeichnung HD 4730 versteckt sich kein kleinerer RV740-Chip, sondern bekannte RV770-Kost im 55 Nanometer-Verfahren, wie sie schon mit HD 4830, HD 4850 und HD 4870 ein Jahr am Markt ist. Leistungstechnisch visiert AMD mit dem Chip HD 4770-Leistung an, wenngleich die Namensgebung anderes vermuten lässt.

Sapphire HD 4730

Die HD 4730, genauer gesagt die Sapphire HD 4730, wird sich an dieser Stelle gegen die HD 4770 behaupten müssen. Dabei werfen wir gewohnt nicht nur einen Blick auf die Performance, sondern begutachten auch vermeintliche Sekundärfelder wie Verlustleistung, Lautstärke, Temperatur und Übertaktungspotential, um die Grafikkarte als gesamtes bewerten zu können.
Nvidia kontert HD 4770 und HD 4730 mit der 9800 GT - inzwischen im 55 Nanometer-Verfahren -, die ebenfalls für diesen Test zur Verfügung stand.

Wir wünschen Ihnen folgend viel Spaß beim Lesen und möchten uns vorab herzlich bei Sapphire für die Bereitstellung des Testmusters bedanken.

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