Test: Nvidia-AMD: Taktskalierung2. Mai 2008

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Einleitung

Takt rauf, Takt runter. Seit Jahren wird mit dem Takt der Grafikkarte gespielt. Meistens wird dabei der Takt heraufgesetzt, um die allgemeine Performance zu erhöhen, nur in seltensten Fällen wird zum Stromsparen der Takt tatsächlich gedrosselt. Doch inwiefern wirken die verschiedenen Takte der Grafikkarte auf die letztendliche Performance ein? Da dies von Architektur zu Architektur unterschiedlich und teilweise sogar modellabhängig ist, haben wir uns für diesen Test die beiden (bewusst) einkernigen Flaggschiffe AMDs und Nvidias eingeladen.

GeForce 9800 GTX und Radeon HD 3870

Die Zeiten, in denen Chip- und Speichertakt die einzigen Taktgeber waren, sind zumindest bei Nvidia seit längerem verstrichen. Bereits mit der GeForce 7-Serie schlich sich ein zunächst ominöser dritter Taktgeber hinzu, der der Vertex-Shader (Geometrietakt). Dieser war in der Regel leicht über dem Chiptakt angesiedelt. Mittlerweile, im Zuge der Umstellung auf die Unified-Shader-Architektur, die hardwaretechnisch nicht mehr zwischen Pixel-, Vertex- und Geometry-Shadern unterscheidet und somit ein ausgewogenes Verhältnis situationsabhängig bereitstellt, ist bei Nvidia der Taktgeber Shader hinzugestoßen. Dieser liegt deutlich über dem Wert des Chiptakts und sorgt für eine starke Shaderleistung.

Bei AMD geht es da eher konservativer zu. Hier sind weiterhin Chip- und Speichertakt die Taktgeber. Mit der Umstellung auf die Unified-Shader-Architektur hätte AMD zwar ebenfalls einen separaten Taktgeber für die Streamprozessoren bereitstellen können, entschied sich jedoch aus verschiedensten Gründen dagegen. So ist bei den AMD-Chips der HD 2000- und 3000-Serie weiterhin Chiptakt auch gleich Shadertakt.

9800 GTX und HD 3870 PCBs übereinander gelegt

Auf den nachfolgenden Seiten wollen wir untersuchen, inwiefern sich die Steigerung von Chip-, Speicher- und ggf. Shadertakt auswirkt. Dazu erhöhen wir jeweils die einzelnen Takte um 10 Prozent. Insgesamt steuerten wir die HD 3870, stellvertretend für AMD, mit vier verschiedenen Takten an. Die 9800 GTX, stellvertretend für Nvidia, musste sogar unter sechs verschiedenen Takten - bedingt durch den dritten Taktgeber, den Shadertakt - ihr Können unter Beweis stellen. Wer "Punktsieger" ist, ob Chip-, Shader- oder Speichertakt, können Sie den nachfolgenden Seiten entnehmen.

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