Test: Nvidia Ambient Occlusion6. Januar 2009

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Einleitung

Mit dem brandneuen Geforce-185.20-Treiber präsentierte Nvidia nicht nur einen Treiber, der die die Spieleperformance deutlich steigert und ganz nebenbei noch den vollen Support für die GT21x-Reihe (40nm) mit sich bringt, sondern wirft auch mit dem interessanten Feature „Ambient Occlusion“ einen ganz neuen Ball ins Spiel, mit dem Nvidia die Bildqualität seiner Grafikkarten verbessern möchte.

Zwei Nvidia-Logos

Wie wir bereits in einem kurzen Artikel berichteten, steht Ambient Occlusion grob übersetzt für „Umgebungsverdeckung“ und ist grundlegend eine Form der Lichtberechnung, die stets in Kombination mit bisherigen Beleuchtungsmethoden verwendet wird. Daraus entstehen sehr nebulös wirkende Schatten, die dem Bild einen etwas düsteren Eindruck verleihen. Die Berechnung des besagten Features sind allerdings – wie auch bei den meisten Rendering-Methoden – physikalisch nicht korrekt, oftmals aber täuschend echt wie beim weitaus rechenintensiveren „Global Illumination“.

Ambient Occlusion ist in der Lage, sowohl das Inside-Out- als auch das Outside-In-Verfahren zu nutzen. Ersteres baut stark auf dem bekannten Raytracing auf, findet jedoch fast nur im Offline-Rendering Anwendung, letzteres betrachtet jedes Objekt an sich und dreht dieses um zufällige Raumwinkel. Die gemittelten Werte ergeben einen ähnlich aussehenden Ambient-Occlusion-Effekt. Werden alle Werte errechnet, so entsteht die realistische Darstellung eines Schattens, welche nur noch mit der bestehenden multipliziert werden muss, um das fertige Bild darzustellen.

Geforce-185.20-Treiberpanel: Ambient Occlusion

Doch wie sieht Ambient Occlusion in der Praxis aus und muss man sich große Sorgen um die 3D-Leistung machen, sobald jenes Feature aktiv ist? In unserem oben angesprochenen Kurzartikel stellten wir unter Crysis einen Performanceverlust von zirka 60 Prozent bei nahezu gleicher Bildqualität fest – nur eine Eintagsfliege oder doch ein durchschlagskräftiges Argument gegen Nvidias Neuheit? Im folgendem Test möchten wir auf eben diese Fragen eingehen und hoffen, einen guten Überblick bezüglich Ambient Occlusion zu verschaffen.

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