Test: GT200/RV770: Taktskalierung27. Februar 2009

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Einleitung

Vergangenen Sommer präsentierten ATI und Nvidia ihre neusten Grafikgeschosse. Doch wo liegt die Achillesferse der neuen Chips? Man munkelt, aktuelle Spiele würden nach immer mehr Shader lechzen und die Textur- und Rasterierungsperformance immer mehr an Bedeutung verlieren. Aber stimmt das wirklich? Sind die neusten ATI- und Nvidia-Produkte shaderlimitiert? Wir haben nachgemessen!

Bereits vergangenes Jahr machten wir mit G92 und RV670 die Probe aufs Exempel. Leider wurden aus heutiger Sicht einige Fehler begangen: Zum einen war der Parcour mit vier Spielen recht klein, zum anderen war die Differenz der Taktraten mit jeweils 10 Prozent zu gering, als dass man eklatante Unterschiede ausmachen konnte. Messungenauigkeiten ergaben dann ihr übriges und so zeigt der erste Test zwar Tendezen auf, die Ergebnisse lassen aber auch noch einiges an Interpretationsspielraum frei. Daher haben wir den aktuellen Test des Skalierverhaltens des GT200 und RV770 an einigen Punkten verändert.

GT200/RV770: Taktskalierung

Mittels einer Geforce GTX 285 und Radeon HD 4870 erhöhen wir jeweils Chip-, Shader- und Speichertakt bei GT200 und RV770 um 20 Prozent. Auch die sich ergebenden Kombis wie erhöhter Chip- und Shadertakt bei normalem Speichertakt oder erhöhter Speicher- und Shadertakt bei normalem Chiptakt werden berücksichtigt, so dass wir auf insgesamt zwölf Settings kommen - acht beim GT200, vier beim RV770.
Der GT200 geht mit einer Ausgangstaktfrequenz von 502/1080/923 MHz ins Rennen und taktet damit jeweils 20 Prozent unter den Werten einer GTX 280, die mit 602/1296/1107 MHz zur Tat schreitet. Der RV770 wird mit 625/750 MHz respektive 750/900 MHz betrieben.

Damit wirklich das Skalierverhalten der Chips deutlich wird beziehungsweise deren Schwachstellen, haben wir bei beiden Karten auf 1024 MiB-Texturspeicher zurückgegriffen und absichtlich nicht unter 8-fachem Anti-Aliasing gebencht, so dass eine Limitierung durch den VRAM ausgeschlossen werden kann.
Die Applikationen - insgesamt sieben an der Zahl - sind vorzugsweise aktuelle Action-Shooter ala Crysis Warhead, Dead Space, Far Cry 2, Lost Planet und Stalker: Clear Sky, wobei mit Call of Juarez auch ein etwas älteres Spiel im Parcour ist und der 3DMark Vantage das Skalierverhalten in einem synthetischen Test reflektieren soll. Gegenüber unserem standardmäßigem Parcour fehlen Call of Duty 5, Fallout 3 und Left 4 Dead, die teilweise unter 1280x1024 Pixeln noch leicht CPU-limitiert sind und so gegebenenfalls die Ergebnisse verfälscht hätten.

Am Ende der Einleitung wollen wir nicht mehr tun, als zum einen unseren Sponsoren Gainward und Sapphire zu danken sowie zum anderen Ihnen viel Spaß beim Lesen dieses eher ungewöhnlichen Tests, der mit interessanten Resultaten aufwartet, zu wünschen.

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