Test: Geforce GTX 780 vs. Radeon R9 29030. Juni 2014

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Fazit

Bevor wir ein finales Urteil und eine Empfehlung aussprechen, möchten wir uns bei Sapphire für das Bereitstellen der Grafikkarte und die langjährige Zusammenarbeit bedanken. Die Radeon R9 290X Tri-X verursachte über den gesamten Test hinweg keine Probleme. Selbst beim Overclocking kam es nicht zu Abstürzen oder sonstigen Fehlern. Auch die Geforce GTX 780 Phantom Tri-X absolvierte jeden Benchmark ohne Makel. Da uns keine Referenzmodelle zur Verfügung standen, konnten wir die Kühllösungen der Partnerkarten leider nicht mit den Standardkühlern vergleichen. Nichtsdestotrotz sind wir zu interessanten Ergebnissen gekommen.

Leistungstechnisch ergibt sich ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Geforce GTX 780 und der Radeon R9 290. In der Summe aller Benchmarks arbeitet letztere jedoch einen Hauch schneller. Die beiden Partnerkarten erreichen wesentlich höhere Taktfrequenzen – vor allem die Geforce GTX 780 Phantom GLH. Letzten Endes rendert die Gainward-Karte sogar zwölf Prozent schneller als das Modell von Sapphire. Es war allerdings von vornherein klar, dass beide Grafikkarten nicht in derselben Liga spielen. Dennoch ist die Performance der Geforce GTX 780 Phantom GLH regelrecht beeindruckend.

Gainward Geforce GTX 780 Phantom GLH & Sapphire Radeon R9 290 Tri-X

Die Verbrauchswerte sprechen eine klare Sprache zu Gunsten der Geforce GTX 780. Die Grafikkarte verbraucht unter Spielelast über 50 Watt weniger Energie als die Radeon R9 290. Die Geforce GTX 780 Phantom GLH und die Radeon R9 290 Tri-X weisen nur eine unwesentlich höhere Leistungsaufnahme als die Referenzmodelle auf. Aber auch hier verbraucht die GK110-Karte bei Weitem nicht so viel Strom wie der Hawaii-Ableger. Dieser Umstand ist vor allem bemerkenswert, weil die Performance der Geforce GTX 780 Phantom GLH deutlich über der Performance der Radeon R9 290 Tri-X liegt.

In puncto Lautstärke konnten wir die Referenzgrafikkarten leider nicht testen, weil die von Gainward und Sapphire verbauten Kühlkonstruktionen vollkommen anders als die entsprechenden Standardkühler ausfallen. Die Geforce GTX 780 Phantom GLH wird schon unter Spielelast relativ laut und verursacht einen Schalldruckpegel von gerade noch ertragbaren 54,0 Dezibel. In dieser Disziplin schneidet die Sapphire-Karte deutlich besser ab. Mit einer maximalen Lautstärke von 47,5 Dezibel werkelt die Radeon R9 290 Tri-X zwar nicht lautlos, aber bei einer noch angenehmen Geräuschkulisse.

.Nvidia Geforce
GTX 780
Gainward Geforce
GTX 780 Phantom GLH
AMD Radeon
R9 290
Sapphire Radeon
R9 290 Tri-X
Chiptaktfrequenz894 MHz1.110 MHz875 MHz957 MHz
Performance98,8 %119,2 %100,0 %106,9 %
Leistungsaufnahme309 Watt326 Watt362 Watt379 Watt
Lautstärke-54,0 dB-47,5 dB
Overclocking-+ 9,4 %-+ 17,5 %
Preis395 €420 €320 €330 €

Durch Übertakten kann die Performance einer Grafikkarte in der Regel um einige Prozentpunkte gesteigert werden. Da wir die beiden Referenzmodelle nur simuliert haben, konnten wir an dieser Stelle natürlich keine Werte ausloten. Die Performance der Geforce GTX 780 Phantom GLH konnten wir durch Overclocking um gut neun Prozent steigern, während wir die Radeon R9 290 Tri-X sogar zu einem Leistungssprung von knapp 18 Prozent verhelfen konnten. Da die Gainward-Karte aber schon ab Werk mit wesentlich höheren Taktfrequenzen daherkommt, ist dieses Ergebnis nicht verwunderlich.

Die günstigste Geforce GTX 780 ist aktuell für 395 Euro erhältlich, während man eine Radeon R9 290 bereits ab 320 Euro bekommt. Die Geforce GTX 780 Phantom GLH kostet aktuell 420 Euro und die Radeon R9 290 Tri-X ist für 330 Euro verfügbar. Die Vorteile der Gainward-Karte liegen in der Performance und im Verbrauch, die Sapphire-Karte punktet durch den Verkaufspreis und die Lautstärke. Beide Grafikkarten sind empfehlenswert, weswegen eventuell Features wie Nvidia PhysX oder AMD Mantle über die individuelle Kaufentscheidung bestimmen. Einen echten Gewinner können wir jedenfalls nicht küren.

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