Test: GeForce 8600 GTS/GT18. August 2007

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Einleitung

Am 17. April 2007, also rund einem Monat nach CeBIT-Schluss, präsentierte nVidia die GeForce 8600 Serie. Zuvor war es die GeForce 8800 Serie, die im Namen der GeForce 8 Generation die Grafikwelt verzauberte. Beeindruckende Bildqualität, rasant schnell und darüber hinaus mit den Features der Zukunft bestückt, dauerte es nicht lange, bis sich die Karte zum Verkaufsschlager entwickelte. Hilfreich griff den Kaliforniern dabei ATi zur Seite, die ihrerseits mit unzähligen Verspätungen des R600 den G80 lange Zeit absolut konkurrenlos wirken lassen mussten.

GeForce 8600 GTS und 8600 GT von Club3D

Angesichts der fast makelosen GeForce 8800 Serie lastete auf der kleinen GeForce 8600 Serie ein enorm hoher Druck. Eine Karte mit genügend Performance für künftige Spiele sollte es sein; dazu noch verbrauchsarm und bitteschön auch günstig, so der Wunsch der potentiellen Interessenten. Doch die Karte enttäuschte zum Lauch im besagten April mehr als denn sie überraschte. Zwar hatte nVidia einen entschiedenen Punkt gegenüber der 8800 Serie verbessern können: den Stromverbrauch. Dafür war allerdings ein nicht abwendbarer Kritikpunkt hinzugestoßen: Unerwartet geringe Performance.

Übel des Ganzen sind und waren die Streamprozessoren, die lediglich ein Viertel des G80 ausmachen. Üblicherweise wird für einen Mainstream-Chip die Hälfte oder zumindest ein Drittel der Shadereinheiten zur Verfügung gestellt, um keinen allzu krassen Klassenunterschied zu erzeugen. Ohne jegliche Konkurrenz in Sichtweite - selbst die ATi High-End Serie (R600) war noch nicht erschienen - entschloss man sich aber bei nVidia, gekonnt Kosten einzusparen.

GeForce 8600 GTS und 8600 GT von Club3D

Mittlerweile sind einige Monate vergangen und man darf festhalten, dass sich die GeForce 8600 besser verkauft als ursprünglich vermutet. Zwar kann man nicht an die Erfolge der GeForce 6600 und 7600 Reihe anknüpfen, dennoch sind die Karten selbst nach Vorstellung der ATi Mid-End Chips (Radeon HD 2600) weiterhin konkurrenzfähig. Wir wollen heute die GeForce 8600 Serie auf den Prüfstand stellen und vor allen Dingen schauen, inwiefern sich die nVidia "Neulinge" gegen die Karten der letzten High-End Generation schlagen. Längst ist bekannt, dass Karten wie die GeForce 7900 GT, 7950 GT oder Radeon X1900 GT, X1950 Pro zumindest auf dem Papier besser dastehen.

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