Test: Gainward GTX 680 Phantom 4GB15. Juni 2012

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Einleitung

Der Zweikampf zwischen der Nvidia Geforce GTX 680 und der AMD Radeon HD 7970 steckt zwar nicht mehr in den Kinderschuhen, aber trotzdem verspricht dieses Duell noch immer eine gewisse Brisanz. Mehrere Wochen stellte AMD mit seiner HD 7970 die konkurrenzlos schnellste Grafikkarte auf dem freien Markt, doch mit dem Erscheinen der ersten „Kepler“-Grafikkarte änderte sich diese Tatsache praktisch über Nacht. Mit der GTX 680 gelang es Nvidia die schnellste Single-GPU-Radeon knapp zu schlagen und ganz nebenbei führte man noch einige Innovationen in das Grafikgeschäft ein.

Die zentrale Neuerung der Geforce-600-Serie ist der Turbo-Modus (Nvidia GPU-Boost). Dieser übertaktet die GPU dynamisch bis die Grafikkarte an ihre TDP-Grenze stößt, so dass die durchschnittliche Performance steigt, der maximale Verbrauch aber derselbe bleibt. Darüber hinaus verfügen „Kepler“-Karten über adaptives VSync. Dieses Feature schaltet VSync automatisch ab sobald die Framerate unter 60 FPS fällt. Dies hat den Vorteil, dass VSync ohne einen Leistungseinbruch nutzbar ist.

Gainward Geforce GTX 680 Phantom 4GB

Weiter erwähnenswert sind die neuen Anti-Aliasing-Features FXAA und TXAA. FXAA kennt man schon von der neuen HD-7000-Reihe unter der Bezeichnung MLAA. Bei diesem Modus wird erst nach der eigentlichen Kantenglättung noch mal nachgeglättet (Post-Processing). TXAA kombiniert FXAA mit klassischem MSAA und klingt auf dem Papier vielversprechend - Spieletitel, die diesen Modus unterstützen, gibt es allerdings bislang noch nicht. Weitere neue Features sind PCIe 3.0 und DirectX 11.1 sowie Surround (Einsatz von mehr als zwei Bildschirmen), das erstmals auch von einer Nvidia-Grafikkarte unterstützt wird.

Die HD-7000-Serie basiert auf der neu entwickelten GCN-Architektur, bei der erstmals 1D-Shadereinheiten verbaut werden. Ansonsten fallen die Verbesserungen etwas genügsamer als bei den „Kepler“-Karten aus. An erster Stelle ist ZeroCore-Power zu nennen. Dabei handelt es sich um einen Energiesparmechanismus, der die Grafikkarte im Standby-Modus (schwarzer Bildschirm) fast vollständig ausschaltet, wozu auch der Lüfter des Kühlers gehört. Dieses Feature funktioniert auch beim Einsatz mehrerer Grafikkarten, allerdings greift es nicht im Multi-Monitor-Betrieb. Weitere Optimierungen betreffen die Bildqualität, Eyefinity (Einsatz von mehr als zwei Bildschirmen) und die Videobeschleunigung. Überdies unterstützen „Tahiti“ und Co. PCIe 3.0 sowie DirectX 11.1.

In unserem Test treten die Gainward Geforce GTX 680 „Phantom“ mit 4 GB Speicher und eine Sapphire Radeon HD 7970 in AMDs Referenzdesign gegeneinander an. Leider steht uns aktuell keine normale GTX 680 zur Verfügung, weswegen dieser Test nicht als Duell „Geforce GTX 680 vs. Radeon HD 7970“ anzusehen ist. Vielmehr untersuchen wir die Gainward-Karte auf ihre Stärken und Schwächen, während die HD 7970 in diesem Test nur eine Nebenrolle spielt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim lesen und freuen uns über Ihre Kommentare!

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