Test: Gainward BLISS 7950 GX225. August 2006

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Einleitung

Im CPU Sektor haben sich die zwei Kerne schon seit einiger Zeit bezahlt gemacht und auch der GPU Markt kennt seit der Vorstellung der nVidia GeForce 6800 Serie im Frühjahr 2004 die Parallelisierung. Zwar wurden bislang mehrere Grafikkarten ausschließlich durch Techniken wie SLI (nVidia) bzw. CrossFire (ATi) verbunden, allerdings ließ sich dadurch ein spürbarer Performancesprung nachweisen. Vorausgesetzt natürlich, dass die Treiber auf das jeweilige Spiel optimiert sind, doch besonders bei SLI schaut es in Sachen Kompatibilität sehr gut aus. Mehr als 120 Spiele können mittlerweile von der SLI Doppeltechnik profitieren. Ende 2004 reifte bei Gigabyte dann die Idee, zwei Chips auf ein PCB zu setzen, umso die Vorteile der zwei Kerne benutzen zu können ohne auf ein SLI bzw. CrossFire taugliches Board zu setzen. Die Lösung fand durchaus bei den Ethusiasten einige Abnehmer, allerdings war schon im Vorfeld klar, dass es sich hierbei um ein Individuum handeln würde. Einige Zeit später folgten auch andere Hersteller dem von Gigabyte geebneten Weg und präsentierten ebenfalls Dual-Chip Lösungen.

Neue Ära: Dual-Core bei Grafikkarten - Gainward BLISS 7950 GX2

Im Jahre 2006 beschloss dann auch der kalifornische Hersteller nVidia selbst serienfähige Modelle mit Dual-Chips auf den Markt zu bringen; bewusst jedoch das man hiermit eventuell einen Dämpfer erleiden müsste. Die auf den Namen GeForce 7900 GX2 getaufte Karte, die nVidia auf der diesjährigen CeBIT in Hannover vorstellte, zog zwar aufgrund ihres exorbitant langen PCBs die Gesichter auf sich, konnte jedoch keineswegs jemals so in Serie gehen. Anfang Juni stellte man dann vor geballter Presse die GeForce 7950 GX2 vor, die zwei G71 Chips beherbergt. Da das PCB nun nicht mehr ellenlang war und somit in jedes normale Mainboard passen sollte, fand die exotische 7950 GX2 schnell eine Abnehmerschaft. Besonders der recht attraktive Preis von gut 550 Euro machte die Karte auch nicht "unbezahlbar". Erste Benchmarks zeigten eindrucksvoll, dass sie sich hinter zwei 7900 GT im SLI betriebenen Modus nicht verstecken musste.

Der Mensch, der immer nach etwas noch Größerem und noch Schnellerem strebt, kam natürlich schnell auf den Gedanken, was wohl passieren würde, wenn man zwei 7950 GX2 im SLI Modus parallel betreiben würde. Der Name Quad-SLI ward geboren. Bereits auf der CeBIT konnte man am nVidia-Stand die Quad-SLI Funktionalität bewundern. Bis dato aktivierte nVidia im ForceWare Treiber allerdings keine SLI Funktionalität, so dass Quad-SLI vorerst nur ein Traum vieler User blieb. Vor 3 Wochen dann die erlösende Nachricht: nVidia hat mit dem ForceWare 91.37 Quad-SLI freigeschaltet! Was die einen nur mit Kopfschütteln abtun können, bringt andere auf höchste Gefühle. Das Thema Quad-SLI ist sicherlich ein Zwiespaltiges, besonders in Anbetracht der horrenden Strompreise und der Umwelt. Hier muss sich jeder seine eigene Meinung bilden. Fest steht, dass man neuer Technik manchmal Tribut zollen muss.

Gainward BLISS 7950 GX2

In unserem heutigen Test stand uns ausschließlich eine GeForce 7950 GX2 Karte zur Verfügung, die uns Gainward freundlicherweise zusandte. Natürlich war es für uns schwer einen passenden Konkurrenten für die 7950 GX2 im Teilnehmerfeld auszumachen. Mit der ATi Radeon X1900 XTX Toxic von Sapphire hoffen wir allerdings, die dann wohl schnellste Karte der Kanadier als Vergleichsstück gut gewählt zu haben. Sicherlich wird sie aufgrund der Tatsache, dass ihr nur ein Chip zur Seite steht "schlecht" gegen die 7950 GX2 aussehen, doch ein besserer Konkurrent ließ sich beim besten Willen nicht finden.

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