Test: Gainward 9600 GSO13. Juni 2008

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Einleitung

Die Vorstellung der nächsten Chipgeneration steht kurz bevor, dennoch will zumindest Nvidia mit alten Chips unter neuem Namen die Kassen noch einmal klingeln lassen. 9600 GSO heißt der heutige Testproband. Neu meinen sie? Weit gefehlt! Unter der Haube schlummert ein seit Ende letzten Jahres bekannter G92-Chip, der sogar noch nicht einmal in Vollausstattung zum Kunden kommt. Keine Angst, funktionstüchtig ist er und auch preislich gibt es wenig zu meckern, aber sind eben einige Einheiten gestrichen worden, was sich schlussendlich auf die Performance auswirkt.

Gainward 9600 GSO inklusive Verpackung

Im Mittelpunkt des Artikels steht vordergründig, wie sehr die fehlenden Einheiten schmerzen bzw. wie viel Performance letztendlich übrig bleibt. Schließlich sind es nicht nur die Einheiten (Textur, Shader), die jeweils um ein Drittel gestrichen wurden, auch das Speicherinterface ist lediglich 3/4 so groß wie in der "Vollausstattung" des Chips.
All' diese Mankos trägt man jedoch vernünftigerweise Rechnung, indem man den Chip nicht als Geforce 9800 betitelt, sondern als 9600. Unbehagen bleibt jedoch bestehen, da die Karte eigentlich ein lupenreiner Geforce 8-Chip ist; bereits einige Wochen war sie als 8800 GS erfolgreich am Markt, um die Zeit zur 9600 GT zu überbrücken.

Diese ist heute auch für diesen Test vorgeladen. Obwohl das Kürzel "GT" mehr Leistung als "GSO" suggeriert, sind die Verhältnisse auf dem Papier nicht so offensichtlich. Zwar besitzt die 9600 GT dank ihres 256-Bit breiten Speicherinterfaces eine 50 Prozent höhere Bandbreite, jedoch besitzt die 9600 GSO im Gegenzug 27 Prozent mehr Texel- und Shaderleistung. Wie das zusammenpasst, welcher Chip also letztendlich vorne liegt, soll der vorliegende Artikel klären. Wir danken Gainward, die für eine problemlose Bereitstellung eines Samples gesorgt haben.

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