Test: ATi Radeon X1900 XTX11. April 2006

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Einleitung

Mit viel Wut im Bauch und zugleich einer gehörigen Portion Zuversicht wird ATi wohl vor knapp 3 Monaten den R580 Core vorgestellt haben. Wobei die Wut, das nVidia innerhalb weniger Wochen mit der 7800 GTX 512 ihnen die Performancekrone wieder abluchste, milder ausfallen dürfte als die Zuversicht, die man besonders aus den 48 Pixelshadern schöpft. Bisher war es üblich das man bei einem Refresh-Chip lediglich die Taktraten etwas erhöht - der R580 Core zeigt auch das es anders geht. Die nötige Performance holt er sich im Vergleich zum R520 aus den 48 Pixelshadern. Der R580 kommt wie der R520 mit 16 Pixelpipelines daher, allerdings besitzt der R580 Chip, anders als die anderen Radeon Chips, ausgenommen der RV530, 3 MADD Einheiten statt nur einer. Der Vorteil der dreifachen Pixelshadereinheiten macht sich besonders unter aktuellen shaderlastigen Krachern bemerkbar, wohingegen alte Spiele, die noch sehr texturlastig sind, vom R580 kaum profitieren können.

ATi Radeon X1900 XTX

Man schlägt mit dem R580 also einen riskanten Weg ein, der sich aber über kurz oder lang auszahlen wird. Die Frage, die sich in unserem heutigen Test stellt, ist, ob die Erhöhung der Pixelshader von 16 auf 48 ausreicht, um die nVidia GeForce 7800 GTX 512, die mehr Lob als Kritik bekam, auszuschalten. Denn an den Taktraten hat ATi kaum etwas verändert, wie wir im nächsten Abschnitt noch merken werden. Man darf jetzt aber schonmal festhalten, das ATi sich von der R520-Blamage äußerst schnell erholte und hier und heute den wahren Nachfolger des R420 bzw. R480 präsentiert.

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