
Nvidia hat in den vergangenen Wochen und Monaten große Treiberpakete geschnürt, die nicht nur die Geforce-Chips der ersten und zweiten Unified-Shader-Generation um neue Features bereichert haben, sondern auch kräftig an der Performanceschraube gedreht haben, wie unser ausführliches Treiber-Performance-Review gezeigt hat. Selten - so unser Eindruck - war ein Treiberupdate so essentiell wie zurzeit.
Im Vordergrund dieses Artikels stand der Vergleich Geforce 170 versus Geforce 180, doch auch innerhalb der Lager entstanden natürlich interessante Duelle. Allen voran der wenige Stunden alte Geforce-185.20-Treiber wäre hier zu nennen.
Doch zunächst ein Blick auf die etwas betagteren Geforce-170-Treiber 177.34 und 178.24. Zwischen diesen gibt es augenscheinlich kaum Differenzen. Lediglich unter Call of Duty 4 blitzte die neuere Treiberrevision auf und verschaffte sich unter 1920x1200, 8xAA / 16xAF ein stattliches Polster von knapp 20 Prozent. Die in der Summe ermittelten ein Prozent Vorsprung spiegeln das Gesamtbild gut wider: Der Geforce 178.24 bietet stets die Performance des 177.34 auf, ist in der ein oder anderen Applikation, insbesondere bei 8-fachem Anti-Aliasing, aber messbar schneller.
Wirklich keinen Vergleich stellen eben genannte Treiber aber zu den Neuen der 180er-Generation dar. Geforce 180.48 und 180.98 Beta, die man als gleichschnell bezeichnen kann - marginale Vorteile im Rahmen von einem Prozentpunkt gibt es für die neuere Beta-Version -, sind im Schnitt sieben bis elf Prozent schneller, wobei erstgenannte Werte eher ohne Anti-Aliasing erreicht werden und letztgenannte eher mit starkem Anti-Aliasing (8-fach). Die Geforce-180-Treiber sind zu keinem Zeitpunkt langsamer und legen insbesondere unter Assassin's Creed (30-40%) und Left 4 Dead (12-20%) neue Bestwerte hin.
Gesondert sollte an dieser Stelle noch der brandneue Geforce-185.20-Treiber behandelt werden. Er rendert im Schnitt nochmals rund ein Prozent schneller als Geforce 180.48 und 180.98 Beta. Durch eine bis zu 70 Prozent höhere Performance bei Stalker: Clear Sky mit Anti-Aliasing lassen sich hier im Performancerating (fälschlicherweise) bis zu acht Prozent Performanceplus herauslesen - bereinigt man das Performancerating, so ist er etwa wie genannt einen Prozent schneller.
Nach diesem Treiber-Performance-Review wird deutlich: Je neuer der Nvidia-Treiber desto schneller, wobei die Unterschiede innerhalb der einzelnen Reihen marginal sind. Zwischen Geforce 170 und 180 klaffen dann allerdings doch zehn Prozent, die der User einer Geforce 8-, 9- oder GTX-Karte keinesfalls liegen lassen sollte. Wir raten daher dringend zum Update mindestens auf den 180.48, welcher sogar bereits als WHQL-zertifizierte Ausgabe von der Nvidia-Seite beziehbar ist. Noch etwas besser steht man sich - zumindest in den getesteten Games und insbesondere unter Stalker: Clear Sky - mit der neusten Treiber-Version 185.20, wobei es sich hierbei um einen inoffiziellen Nvidia-Treiber handelt, der nach Userberichten teilweise auch zu Systemabstürzen führt - bei uns lief der Treiber stabil.
Die ausgesprochenen Empfehlungen beruhen an dieser Stelle ausschließlich auf der ermittelten Performance. Man sollte nicht vergessen, dass neuere Treiber häufig auch Bugs ausmerzen, wenngleich natürlich (wie immer) die Gefahr besteht, dass automatisch neu hinzukommen. Zudem darf man sich gelegentlich auch über neue Features erfreuen.
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