Festplatten - Welche Festplatte soll ich kaufen?

Festplatten - Welche Festplatte soll ich kaufen?Schnelligkeit und Speicherplatz sind zwei Schlagwörter, mit denen man bei jedem Computer-Nutzer auf offene Ohren stößt. Der Markt bietet unzählige Arten von Festplatten. Welcher Typ ist aber für welchen Nutzer der richtige? Wir haben den Test gemacht.

SSD-Festplatten


Das Kürzel SSD steht für Solid State Drive. Dahinter verbirgt sich ein superschneller Speicher, mit jeder Nutzer eines aktuellen Computers seinen Gerät aufrüsten kann. Vergleichstests zeigen, dass SSD-Festplatten sowohl beim Hochfahren als auch beim Laden von Programmen sowie bei der Datenübertragung deutlich schneller sind als die bei vielen Rechnern vorinstallierten HDD-Laufwerke.

Gute SSD-Festplatten findet man bereits ab 100 Euro. In diesem Preissegment kann man oftmals schon Modelle mit mehr als 200 GB Speicherplatz erstehen, wie zum Beispiel die Intenso 240 GB interne SSD-Festplatte. So viel Speicherplatz – oder sogar mehr – bieten auch die meisten HDD-Festplatten in vielen Rechnern. Einen gewaltigen Zugewinn an Speicher erhält man mit einer SSD-Festplatte in vielen Fällen also nicht.

Der Mehrwert einer SSD-Festplatte liegt tatsächlich in der höheren Geschwindigkeit. Die kommt zustande, weil keine mechanischen, sondern Flashspeicher-Bausteine benutzt werden. Weiterhin zeigen zahlreiche Testberichte, dass SSDs energiesparender sind als HDDs. Das macht sie vor allem für Notebook-Besitzer attraktiv.

SATA-Festplatten


Deutlich mehr zusätzlichen internen Speicher erzielt man durch den Einbau einer SATA-Festplatte (Serial Advanced Technology Attachment). Die vielfach als Testsieger ausgezeichnete Western Digital WD20EARX Green 2TB interne Festplatte etwa bietet für weniger als 100 Euro gleich zwei Terabyte zusätzlichen internen Speicher. Hierauf findet man ausreichend Platz für unzählige Fotos oder Filme.

SATA-Festplatten gelten als besonders nutzer- und umweltfreundlich, weil sie geräuscharm sind und wenig Energie verbrauchen. Das liegt daran, dass sie keinen eigenen Lüfter zur Kühlung benötigen. SATA-Festplatten lassen sich bei vielen Rechnern unkompliziert nachrüsten. Vorteile haben sie also genug, dafür aber auch einen Nachteil: Anders als SSD-Festplatten sind sie kein echter Systembeschleuniger.

Externe Festplatten


Der Klassiker unter den Speicherlösungen ist die externe Festplatte. Sie lässt sich unkompliziert über USB an alle erdenklichen Rechner anschließen. Nach einer kurzen Installationsphase ohne spezielle Software lassen sich bequem Daten hin- und herschieben.

Analog zu SATA-Festplatten sind auch externe Festplatten kühl und extrem leise. Beispielhaft sei das Modell Toshiba HDTB110EK3BA STOR.E Basics 1TB externe Festplatte genannt. Für kaum mehr als 60 Euro erhält man dank diesem Medium ein Terabyte zusätzlichen Speicher. In vielen Testberichten, wie in diesem hier, konnte die Festplatte mehr als überzeugen. Mittlerweile sind auch zwei TB Extra-Speicher für weniger als 100 Euro keine Seltenheit mehr.

Weil eine externe Festplatte nicht per se mit einem Computer verbunden ist, eignet sich diese Gattung der Speichermedien auch gut als Backup-Tool. Zwar ist man vor Datenverlust nicht zu 100 Prozent gefeit, doch zumindest steht man für den Fall eines Diebstahls oder eines Schadens am Rechner nicht ohne sämtlich Dokumente, Fotos oder Videos da – natürlich nur, sofern man sie zuvor draufgespielt hat.

Netzwerk-Festplatten


Network Attached Storage lautet das Zauberwort, wenn man seine Daten kompakt bündeln und von mehreren Geräten auf sein Speichermedium zurückgreifen möchte. Diese Lösung ist je nach System mit rund 150 bis 400 Euro relativ kostspielig, dafür garantiert sie aber eine hohe Sicherheit und komfortables Arbeiten.

Bei einem NAS können Sie – vergleichbar mit einer Cloud, nur in der Regel mit mehr Speicherplatz – von verschiedenen Medien aus Ihre Daten speichern. Die Verbindung erfolgt per Netzwerkanschluss mit dem Router. Fritz!Box ist ein Anbieter dieser Methode.

Zugriff auf die Daten haben alle Nutzer des Netzwerks, die mit den entsprechenden Rechten ausgestattet sind. Damit ist klar, dass diese Lösung weniger etwas für den privaten als vielmehr für den beruflichen Bereich ist. Kleinere bis mittelgroße Betriebe mit einem hohen Aufkommen an Speicherbedarf sind die Zielgruppe für NAS-Server. Eine ausführliche Anleitung über NAS-Server bietet PC-Magazin.de in diesem Artikel.

Funk-Festplatten


Die Funk-Festplatte (WLAN-Festplatte) ist gewissermaßen die nächste Evolutionsstufe der externen Festplatte. Mit einem Einstiegspreis von 100 Euro sind WLAN-Festplatten ein wenig teurer, dafür bieten sie aber den Vorzug der Kabellosigkeit, den viele Menschen nicht mehr missen möchten. Die Speichergröße vieler Funk-Festplatten spielt sich dabei mit ein bis zwei Terabyte in einem vergleichbaren Bereich ab wie bei den meisten externen Festplatten.

WLAN-Festplatten sind nicht auf ein Netzwerk angewiesen. Sie sind in der Lage, sich einen eigenen Hotspot aufzubauen. Analog zu einer Netzwerk-Festplatte besteht der Vorteil von WLAN-Festplatten darin, dass man von mehreren Geräten darauf zugreifen kann. Ein Passwortschutz sorgt für die nötige Sicherheit. Die Stromversorgung wird je nach Modell über USB oder über die Steckdose sichergestellt. Einige Modelle sind dank eines Akkus auch mobil einsetzbar.

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1 Kommentar

1.) rizawi 19.12.2013 - 22:00 Uhr
Iwie ist der Artikel mal wieder ziemlich Flach, was mir fehlt:
1. bei Speicher geht man nach Preis je GB, der Gesamtpreis ist Latz wie Ritz. Dabei sollte man nie vergessen keinen Scheiss zu kaufen, 4TB sind verdammt viel, da will man keine 5400rpm...
Ne 4TB 7200rpm HDD kostet noch 150€, die macht statistisch also den 100€ Tipp hier auf allen Ebenen platt, die 0.45W Unterschied im Betrieb von ner Eco Green Platte kann man sich bei nem Standardrechner in die Haare schmieren...
Vergessen sollte man dabei nie eine zweite zu kaufen für das Raid 1.

2. SSD sind nur für Speed da, nicht als Datengrab, dort sollte man allerdings nicht sparen und die billigste kaufen. Ein RAID kann beim rohen kopieren schneller sein als eine SSD, wenn man zu billig kauft und die IOPS braucht man auch nur bis zu nem gewissen Mass. Ausserdem sollte man sich vorher überlegen wie viel Platz man braucht, es macht keinen Sinn nur das OS auf einer SSD zu installieren, wie viele das betreiben, was einen im Leben mehr Zeit kostet sind die Programme.
Wer seinen Rechner nur für Office betreibt 1h jeden Samstag, sollte sich überlegen ob eine deutlich günstiger HDD es nicht auch tut. Und immer schön dran denken, Systemplatten fallen besonders gern aus und Windows speichert alles automatisch auf C, was man nicht wo anders ablegt-> Backups.

3. Für Noobs: Externe Festplatten sind interne Festplatten in einem externen Gehäuse, besser man baut sich selber eine. Platten mit ner Schockresistenz von 800G sind 10€ teurer, aber überleben den Sturz dann wenigstens und externe Festplatten sind dafür gemacht zu fallen. Wiederum sollte man die 2. Platte die man kauft nicht vergessen, Backups sind das A und O bei privaten Daten und wichtigen Daten. Eine externe HDD als Datenspeicherung ist in etwa so sinnvoll wie ein externer Airbag am Auto.

4. NAS = Network attached Storage, ob das Netzwerk LAN oder WLAN heisst ist der Bezeichnung scheissegal. Wer für Features wie eine "WLAN Festplatte" mehr bezahlt hat schlicht zu viel Geld, das ist so hohl wie ein Gamingnotebook. Eine Normale HDD an einem RASPI mit WLAN Stick ist vermutlich billiger und kann einem auch gleich noch den kompletten Inhalt wiedergeben, dafür muss man kein Hardwaregeek sein.

5. Backups, Backups, Backups und falls ich es vergessen hab zu erwähnen, Backups.
Ich arbeite in der Hochschule in einem PC Technik Labor und wir haben auf täglicher Basis die verrücktesten Fälle von HDD Crashs. Die Leute haben ihre Urlaubsfotos der letzten 10 Jahre seltsamerweise immer nur auf dieser einen HDD gespeichert, deren Lesekopf oft leider grad mit dem Platter den Bund der Ehe bis zur Apocalypse eingegangen ist. Das heisst man kann entweder das Labor für 500€ mit ner partiellen Datenrettung beschäftigen oder leise in einer dafür vorgesehenen Ecke schluchzen. Mangels Geld ist die Ecke meist ausgebucht...

Edit: 6. Audrücke wie super schnell und mega gross ziehen vielleicht bei Computer Bild Lesern, aber ich denke man könnte das Niveau hier durchaus höher pushen^^...