Intel Penryn-NDA fällt Mitte Juli

IntelSchon der diesjährige IDF stand ganz im Zeichen der zweiten Core-Microarchitektur Generation, die Ende dieses Jahres als Penryn erstmalig in Erscheinung treten wird. Dank des Umstiegs auf die 45nm Technologie sind Taktraten von bis zu 4 GHz im Rahmen des Möglichen. Weitere Architekturverbesserungen - die Erhöhung des FSB auf 1333 MHz, der Ausbau des Caches auf je 6 MiB pro zwei Kerne sowie die SSE4 Implementierung seien hier stellvertretend erwähnt - lassen zudem bei selben Taktraten einen Vorsprung von gut 10-15 Prozent gegenüber aktuellen Intel Core 2 CPUs beobachten.

Viele stellen sich noch immer die Frage, ob das reichen wird, gegen AMD zu bestehen, die ihrerseits mit einer völlig neuen Architektur aka K10 an den Start gehen, die Gerüchten zufolge nochmals 20-30 Prozent schneller sein soll als die Core-Microarchitektur. Sofern man am bisherigen Zeitplan festhält, würden die neuen Intel-CPUs frühestens Ende des Jahres zu erblicken sein, möglichweise sogar erst Anfang nächsten Jahres. Um Konkurrent AMD bis dahin nicht Oberwasser zu verschaffen, scheint Intel sich kurzfristig dazu entschlossen zu haben, bereits am 15. Juli das NDA des Penryns fallen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt dürften also Benchmarks von Redaktionen online gestellt werden und auch auf die neuen technischen Raffinessen dürfte umfangreich eingegangen werden.

Ob die Meldung der Kollegen von TG-Daily für bare Münze zu nehmen ist, ist fraglich, denn Mitte Juli scheint für einen NDA-Ausschluss reichlich früh. Die neuen AMD Desktop-CPUs werden frühestens im Oktober/November auflaufen und gegen die Konkurrenz im Server-Sektor in Form des Barcelona-Cores, der wahrscheinlich schon diesen Sommer das Licht der Welt erblickt, hat man sich eigentlich nicht zu stellen.


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