Intel senkt Preise - Prozessoren günstig wie nie

IntelNach den hart geführten Preiskriegen zwischen Intel und AMD sind die Prozessorpreise so stark in den Keller gegangen, dass man sich ernsthaft mitleidig fragen muss, wie hoch die Marge der Hersteller ausfällt. AMDs teuerster Prozessor, der Athlon 64 X2 6000+ (2x 3.0 GHz), wechselt für unter 200 Euro den Besitzer! Verkehrte Welt? Auch Intel spielt im "Preiskrimi" voll mit und senkte seinerseits ebenfalls die Prozessorpreise binnen 14 Tage drastisch (bis zu 30 Prozent!). So wechselt auch der sehr beliebte Core 2 Duo E6600 mittlerweile schon für 200 Euro den Besitzer. Selbst das Thema Quad-Core darf bei diesen Prozessorpreisen einmal genauer in Betracht gezogen werden. Der Core 2 Quad Q6600 wandert für etwas über 500 Euro über die Ladentheke.

Benutzer mit einer kleineren Geldbörse kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten. Während Intel mit dem E4300 sein günstigstes Dual-Core Modell für 100 Euro verkauft, bietet AMD Dual-Core Prozessoren bereits ab 55 Euro (X2 3600+) an. Selten lieferten sich die beiden Chipschmieden einen so offenen Schlagabtausch, den AMD allerdings - anders als Intel - bitter zahlen muss, wie die eben erst veröffentlichten Quartalsergebnisse zeigen.

Der Kunde hat die Qual der Wahl, beide Hersteller liefern Topprodukte zu Traumpreisen. Wer für wenig Geld viel haben will, sollte zu AMD greifen, die - wie gesagt - selbst Dual-Core Prozessoren ab einem Preis von 55 Euro anbieten können. Wer hingegen höhere Ambitionen hat und vielleicht sogar schon die Technologie Quad-Core mitnehmen möchte, muss zum Konkurrenten Intel greifen, der die zurzeit deutlich schnelleren Prozessoren stellt.

AMD, dessen Prozessoren deutlich teurer herzustellen sind, beißt in den sauren Apfel. Man versucht Chipriese Intel standzuhalten, kann dies aber nur mit deutlich gesenkten Preisen tun, was dem kalifornischen Unternehmen ganz und gar nicht schmeckt. Dass AMDs teuerste CPU unter 200 Euro kostet, zeigt, wo der Hund begraben liegt. Es fehlt die Speed, Konkurrent Intel auch im High-End Sektor paroli zu bieten. Der K10 ist zwar schon in aller Munde und dürfte AMD auch erst einmal zu Oberwasser verhelfen, allerdings ist dieser im Desktopsektor erst für Quartal 3 oder 4 geplant. Bis dahin wird das Unternehmen noch bluten müssen.


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