Intel Core 2 Extreme QX6800 vorgestellt

IntelNoch vor ein paar Tagen als Gerücht in die Welt gesetzt, zeigt sich schon heute, dass tatsächlich ein Core 2 Extreme QX6800 an einige Redaktionen gesandt wurde. Erste Benchmarks bescheinigen der CPU eine außerordentlich gute Performance und setzen ihr die Krone auf. Sie darf sich ab sofort als die schnellste Desktop-CPU aller Zeiten fühlen; 2.93 GHz je Rechenkern, ein insgesamt 2x 4 MiB großer L2-Cache und 582 Millionen Transistoren sprechen eine deutliche Sprache. Es gibt sie also doch, die Intel Osterüberraschung.

Abseits der um 266 MHz gesteigerten Taktrate gegenüber dem QX6700 stecken im Chip keine weiteren Neuerungen, weswegen Intel den eigentlich für das dritte Quartal geplanten Launch auch guten Gewissens vorziehen konnte, obwohl weit und breit noch keine Konkurrenz in Sicht war/ist. Dass Intel mit dem QX6800 die TDP auf 150 Watt angehoben hat, ist weder bestätigt noch negiert. Die aufgetauchten Artikel geben keinerlei Auskunft über die TDP, so dass man einerseits den Gedanken hegen kann, dass Intel den Redaktionen aus gutem Grund die TDP verschwiegen hat oder andererseits die gemutmaßten 150 Watt nur blauer Dunst waren.

Mit dem Intel Core 2 Extreme QX6800 sticht Intel AMD zum dritten Mal tief ins Herz, denn man muss quasi chancenlos mit anschauen, wie Intel nach und nach neue Quad-Core CPUs präsentiert, ohne selbst ins Geschehen eingreifen zu können. Erst mit der K10 Architektur wird man auch in den eigenen Reihen Quad-Core Prozessoren anbieten können, eigentlich noch rechtzeitig, wo doch zum momentanen Zeitpunkt kaum eine Anwendung einen Nutzen aus den vier Kernen ziehen kann, allerdings eine herbe Imageniederlage gegen Intel.

Der Intel Core 2 Extreme QX6800 ist mit 999 US-Dollar ein sehr teures Stück Hardware, aber eben auch das Beste. Ein offener Multiplikator und erzielte Overclockingergebnisse von weit über 3 GHz machen die CPU für den absoluten Ethusiasten interessant. Der aktuelle Core 2 Extreme QX6700 wird in Deutschland momentan ab einem Straßenpreis von 925 Euro verkauft. Ob er mit Einführung des QX6800 etwas im Preis gedrückt werden kann, bleibt abzuwarten bzw. wird dies der auf den 22. April datierte Preissturz von Intel zeigen.


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