GeForce 8600 GT: Erste Benchmarks

NvidiaAus dem Fernen Osten, genauer gesagt China, entstammen erste Benchmarks einer GeForce 8600 GT, die das schwächere Glied in der 8600er Riege bei nVidia darstellen wird. Auch wenn Vorabbenchmarks immer mit einer gehörigen Portion Vorsicht zu genießen sind, entsprechen sie oftmals - vor allen Dingen so kurz vor dem Launch - der Wahrheit. Unterdessen kommt in diesem Beispiel hinzu, dass die ermittelten Resultate vollends im Rahmen der Glaubwürdigkeit sind.

Der kleinere Mainstreamchip 8600 GT ist an ein 128-Bit Speicherinterface angebunden, besitzt theoretisch 64 Unified-Shaders, davon sind allerdings nur 48 aktiv. Die Taktraten sehen eine Kernfrequenz von 540 MHz vor sowie eine Frequenz von 1400 MHz im Speicher. Mit diesen technischen Eckdaten schickte die chinesische Seite IT.com die 8600 GT ins Rennen und musste dabei so manche Seitenhiebe einstecken. Beispielsweise kam die Karte im 3DMark06 und Prey kaum über eine Performance der betagten 7600 GT heraus. Hingegen gab es aber auch Situationen, in der sie sich bravurös schlug, wie etwa im 3DMark05 und dem aktuellen NFS-Titel. Mit einem anvisierten Preis von 150 Euro muss die Mainstreamkarte der achten GeForce Generation aber durchaus mit dem Ziel ins Rennen gehen, eine 7600 GT (110 Euro) in jeder Lebenslage das Fürchten zu lehren.

Doch selbst wenn die 8600 GT nicht der erwartete "Knaller" im Mainstreamsektor wird, hat man mit der 8600 GTS immer noch die Trümpfe auf seiner Seite. Die Karte verfügt über die vollen 64 Unified-Shaders und wird zudem mit 675 MHz beim Chip und 2000 MHz beim Speicher deutlich höher getaktet als die 8600 GT. Wie wir gestern bereits kurz anklingen ließen, erreichten die Kollegen von VR-Zone mittels starkem Voltagemod Taktraten von bis zu 1000/2300 MHz. Ohne jegliche Spannungshebung waren immer noch absolut beindruckende 800/2200 MHz möglich. Die Karte scheint also ein wirklicher Leader im Bereich des Overclockings zu sein und könnte somit abermals preisbewusste Kunden zum Übertakten animieren.

Mit einem Preis von ca. 200 Euro steht sie in direkter Konkurrenz zu den GeForce 7950 GT Karten, die für die 8600 GTS wohl auch das realistische Ziel sind, in Zaume zu halten. Spannend bleibt noch, ob nVidia trotz auftretender Probleme den Launch am 17. April über die Bühne bringen kann. Dann nämlich soll nicht nur der G84 Midrange-Chip das Licht der Welt erblicken, auch der G86 als Low-Cost Ausführung, der laut neusten Aussagen womöglich nur über ein 64-Bit Speicherinterface verfügt, soll enthüllt werden.


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