Arbeitsspeicherpreise im freien Fall

RamHochklassige Spieletitel und neuerdings auch Betriebssysteme, Stichwort: Vista verlangen nach immer mehr Arbeitsspeicher. Im Normalfall sollte man also meinen, dass es sich die Hersteller zu Nutze machen würden und die Preise in die Höhe treiben, allerdings offenbart der Blick in eine Preissuchmaschine das genaue Gegenteil. Seit Anfang des Jahres ist die Talfahrt zu beobachten und ein Ende noch nicht in Sicht. Handelsübliche DDR2 667 Module mit einer Speicherbestückung von 512 MiB sind erstmalig unter die 25 US-Dollar Grenze gefallen. Sofern sich der Preis nicht ändert, dürften die Hersteller ein Verlustgeschäft hinnehmen müssen. Doch warum der Preiskrieg, wollen sich die Hersteller selbst ins Verderben bringen?

Allem Anschein nach ist die Nachfrage der OEM-Hersteller erschreckend gering, so dass die Arbeitsspeicherhersteller quasi gezwungen werden, über den Preis ihre Exemplare abzugeben. Randvolle Lager lassen die OEM-Hersteller anscheinend nicht im Traum daran denken, neuen Arbeitsspeicher einzukaufen, zum Leidwesen der Arbeitsspeicherbetriebe. Der Kunde kann die kriselnde Unternehmen der Betriebe schamlos ausnutzen und kräftig neuen Speicher holen, um sein System vor kommenden Shootern und Programmen zu wappnen.

512 MiB Module gibt es bereits - wie angesprochen - für unter 25 US-Dollar was in deutscher Realität ein Straßenpreis von 22 Euro bedeutet. Ein Bundle aus 2x 512 MiB Modulen ist ohne Mengenrabatt für ca. 45 Euro zu erwerben; das 2x 1 GiB Bundle, das den potenziellen Gamer erst einmal aufatmen lassen sollte, drückt sich auch erstmalig unter die magische 100 Euro Grenze. Der Hersteller spielt dabei wenig eine Rolle. Ob Gigabyte, die die günstigsten Module stellen, oder auch Kingston- und Corsair. Alle bieten ihre Module zu Spottpreisen an und laden den gut bürgerlichen Kunden zum Kauf ein. Nüchtern betrachtet ist der Preis binnen eines viertel Jahres um die Hälfte gefallen. Analysten sind sich sicher, dass die Preise noch bis Mai auf ähnlich niedrigem Niveau bleiben; fallen können sie kaum noch.


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