Intel verspricht 100-Kilometer-WLAN

IntelZur drahtlosen Vernetzung von Netzwerken hat sich in den letzten Jahren vermehrt die Wireless Lan Technik durchgesetzt. Die klassische Verbindung über das LAN-Kabel wird nur noch selten genutzt, höchstens um die maximale Übertragungsrate zu erreichen, denn die drahtlose WLAN Verbindung erreicht oftmals nur einen Effizientheitsgrad von 90-95 Prozent, natürlich je nach Ausrichtung des WLAN Routers und dem Empfänger am Rechner. Nun ist es Chipriese Intel, der viel versprechend tönt, dass man die WLAN-Technik zu Höchstleistungen hätte treiben können und bald eine Distanz zwischen mehreren Kilometern möglich sei.

Dabei visiert das in Santa Clara ansässige Unternehmen Distanzen von 100 Kilometern an. Fundus ist die "normale" WLAN-Technologie, beschleunigt allerdings mittels spezieller Direktional-Antennen. Erste Ansätze zeigte Intel bereits in der vergangenen Woche in Berkeley, als man zwei Computer miteinander vernetzte, die 1,8 Kilometer voneinander entfernt waren und zudem noch einen Höhenunterschied von 400 Metern hatten. Nachteil der Technik ist, dass die direktionalen Antennen immer exakt ausgerichtet sein müssen. Zur Vorbeugung hat Intel so genannte lenkbare Antennen entwickelt, wobei sich die Lenkfähigkeit weniger auf die Antenne selbst bezieht als deren Signale. Dadurch ist keine allzu exakte Positionierung mehr nötig, was das Ganze wiederum etwas alltagsfreundlicher gestaltet.

Einsatzgebiet dieser erweitereten WLAN-Technologie soll überraschenderweise aber nicht die USA und Europa sein, sondern vielmehr strukturschwache Länder in Regionen rund um Afrika und Asien. Durch die große Sendeleistung will man auch in diesen Regionen dem Internet zum Durchbruch verhelfen, zumal die Anschaffungskosten vergleichsweise human sind. Erste Tests sollen schon in Kürze im afrikanischen Staat Uganda beginnen. Wir sind gespannt, ob der Durchbruch gelingt und in einigen Jahren selbst in der afrikanischen Steppe die Grafikkarten-Charts oder andere Funktionen des WWW aufgerufen werden können.


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