Verbugter Catalyst 7.3 erschienen

AMDZum Ende der Woche hin hat ATi einen neuen Treiber freigegeben, der die Versionsnummer 7.3 gemäß des aktuellen- Jahres und Monats trägt. Wieder einmal ist es die OpenGL- Performance und Funktionalität, an der ATi in der dritten Jahresausgabe seines Treibers gefeilt hat. Besonders lässt sich der eingeführte OpenGL Support unter einem CrossFire Gespann der Radeon X1000 Serie hervorheben. Ferner setzt man nun auch beim Vista-Treiber in Kombination mit CrossFire auf die Alternate Frame Rendering Methode als "Standard".

Hinsichtlich möglicher Performanceoptimierungen schaut es abermals relativ düster aus; lediglich der Verweis in den Release-Notes, dass ATi-Karten im Doppelgespann bis zu 60 Prozent schneller im Spiel "Dark Messiah Might and Magic" laufen, ließ ATi als Alibi für eine verstärkte Performance gelten. Wieder einmal sind es größtenteils Bugfixes, die den Treiber auf den ersten Blick für den User interessant machen, wäre da nicht die heute Nachmittag bekanntgewordene Panne des neusten ATi-Treibers.

Wenige Tage nach Veröffenlichung des Treibers suchten wiederholt Nutzer Foren auf, in denen sie kund taten, dass ihr System urplötzlich Blue-Screens erzeuge. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Schuld nicht - wie sonst - bei Microsoft liegt, sondern an den ATi-Treibern, die unter Obhut von Cheftreiberprogrammierer Terry Makedon geleitet werden. Dieser meldete sich daraufhin prompt zu Wort und ließ durchblicken, dass das Problem nicht bei allen Usern auftrete, eine Ursache für das Fehlverhalten allerdings noch nicht gefunden sei. Wer also auf Bugfixes und eine marginal veränderte Performance verzichten bzw. nicht im Besitz eines CrossFire Systems ist, sollte vorerst noch die Finger vom Catalyst 7.3 lassen.

Andernfalls wird geraten, die Services.msc auszuführen und dort den Dienst "ATI External Event Utility" zu deaktivieren. Nach einem Neustart sollte dann das lästige Abstürzen des Treibers vorerst beseitigt sein. Peinlich, peinlich für die kanadischen Jungs, die bisweilen noch nicht in eine solche Falle getappt sind. Relativieren tut sich das Ganze, wenn man einen Blick auf die Konkurrenz wirft, die schon seit Wochen mit Treiberproblemen zu kämpfen hat. Wahrscheinlich darf man in der kommenden Woche mit einem bereinigten und dann wohl auch wirklich finalen Catalyst 7.3 rechnen.


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