Neue Infos zu Penryn und Nehalem

IntelIntel rüstet sich allmählich gegen den AMD K10 und zückt als Konterpart nicht nur mehr den Penryn hervor, sondern auch den Nehalem, der auf einer völlig überarbeiteten Mikroarchitektur im Laufe des Jahres 2008 erscheinen soll. Bekannt ist mittlerweile, dass Nehalem unter dem Branding "Intel Core 3" laufen wird, HyperThreading unterstützen wird und eine generelle Ausrichtung auf acht und mehr Kerne haben wird. Größte Neuerung der Prozessorarchitektur wird die Integration des seriellen Businterfaces (CSI), womit man sich endlich von der überholten FSB-Technik trennt.

Weiter darf man höhere Caches und womöglich - ähnlich wie beim K10 geplant - einen L3-Cache erwarten, wobei Intel diesen noch nicht bestätigte. Ein überarbeitetes Power-Management, das vermutlich eine unabhängige Taktsteuerung der Kerne erlaubt, ist abermals ein Feature, das man vom für Ende des Jahres erwarteten AMD K10 Cores übernähme. Verblüffend neu ist dann noch die integrierte Grafiklösung im Prozessor, die man optional erwerben kann. Zwar sollte man keine Hochleistungsgrafik erwarten, wie Intel in seinen Folien immer gerne forciert, dennoch dürfte es sich dabei um eine solide Grafiklösung handeln, mit der man die meisten Nicht-Gamer vollständig befriedigt.

Roadmap Intel Penryn-Prozessoren

Vor Nehalem steht aber noch die Penryn-Architektur an, die bislang als netter Refresh zu den Conroe und Kentsfield Prozessoren gesehen wurde, sich jedoch immer mehr durch grundlegende Änderungen auszeichnet, die dazu führen sollen, dass Penryn im Workstation-Sektor ganze 45 Prozent schneller wird als Conroe/Kentsfield; beim Video Encoding sollen es immerhin noch 40 Prozent Leistungsplus sein. Erreicht wird die höhere Performance zum einen durch die bekannten Änderungen wie dem Ausbau des L2-Caches von 4- auf 6 MiB, der Erhöhung des FSB von 1066- auf 1333 MHz sowie der Einführung von SSE4 Befehlssätzen. Zum anderen sind es aber auch die kleinen Änderungen, die man bislang nicht durchleuchtete, die zu einer letztlich deutlich gestiegenen Pro/Taktleistung führen.

So wird beim Penryn unter anderem die Divisionseinheit stark beschleunigt, indem ein Algorithmus künftig mit 4 Bits pro Takt anstatt den bisherigen 2 Bits pro Takt berechnet wird. Vorteile wird man durch die theoretische Verdopplung vor allen Dingen in Gleitkomma- und Integer-Operationen beobachten können. Ferner wird mit Penryn die Intel-Virtualisierungstechnologie Vanderpool stark aufgebohrt werden. Genaue Details zu den Verbesserungen gibt es zwar noch nicht, allerdings klingt 25 bis 75 Prozent schnelleres Switchen zwischen den virtuellen Maschinen wie Musik in den Ohren. Darüber hinaus füttert Intel die neu eingeführten SSE4-Befehle mit der so genannten "Super Shuffle Engine", die die Datenvorbereitung für alle Vektorbefehle in der Hardware beschleunigt. Geschobene SSE-Operationen - egal welchen Typs - sollen in der Praxis dadurch doppelt so schnell ablaufen.

Roadmap über erweiterte Features der Intel Penryn-Architektur

Als letztes stehen in der Liste der Änderungen Verbesserungen im Bereich des Power Managements an. Eine Senkung des Multiplikators auf 4x bei Untätigkeit der CPU und das Versetzen weiterer unbenutzter CPU-Einheiten in den Schlafzustand (Deep Power Down Technology), sollen allesamt dazu beitragen, dass der Penryn die schon sparsamen Conroe/Kentsfield Prozessoren noch einmal übertrumpft. Größtes Ass im Ärmel, um beim Penryn Strom zu sparen, ist unterdessen die Verwendung der neuartigen 45nm Technologie. Durch sie wird Intel die Prozessoren mit Taktraten von so wörtlich "über 3 GHz" anbieten können. Mit Einführung der ersten Penryn-Prozessoren könnte man sich eine Dual-Core CPU mit 3.33 GHz an der Speerspitze vorstellen. Quad-Core CPUs könnten derweil mit 3.00 GHz takten und dann häppchenweise im Laufe der Zeit erhöht werden.


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