Sony PlayStation 3 im Lande

SonyIn der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist es passiert; die PlayStation 3 hat den beschwerlichen Weg über den Atlantik hinter sich gebracht und ist in unseren Gefilden gelandet. Ort des Geschehens war Berlin, der Sony Style Store am Potsdamer Platz, der etliche fanatische Fans um 0:00 Uhr aus den Betten lockte, um die heißbegehrte Konsole aus Japan in den Händen halten zu können. Bei frostigen Temperaturen standen ein paar hundert vor dem Sony Style Store. Geschätzte 150-200 Kunden, die schon zuvor eine Vorbestellung aufgegeben hatten, nahmen ihre Konsolen in gut verpackten Tüten mit nach Hause; Spontan-Kunden ließ man eiskalt abblitzen, obwohl gemunkelt wird, dass noch genügend Exemplare da gewesen wären.

Auf der CeBIT abgelichtet - Sony PlayStation 3

Am Sony Style Store sowie mittlerweile in ganz Europa wird ausschließlich die höherklassige PlayStation 3 mit 60 GB Festplattenkapazität für einen stolzen Preis von 600 Euro verkauft. Die 20 GB-Ausführung soll erst zum Ende des Jahres nach Europa kommen. Hauptgrund, warum vorerst nur die 600 Euro teure Variante in unseren Breitengraden verkauft wird, ist wohl der Gedanke Sonys, dass hier das Portmonee noch etwas lockerer sitzt. Wenn man sich mit dieser Idee mal nicht ins eigene Fleisch geschnitten hat.

PlayStation 3 Launch-Party am Potsdamer Platz in Berlin

Kündigte man auf der Eröffnungsgala noch vollmundig an, dass genügend Exemplare zum Verkauf bereit ständen, muss man sich nur Tage später fragen, wie man die Konsolen überhaupt absetzt. Überall ist die Konsole zu kaufen, kaum eine Nachfrage besteht. Beim Auktionshaus eBay gehen die Konsolen bereits unter dem Verkaufspreis weg. Nachdem man in den USA nur auf Platz drei hinter Nintendo Wii und Xbox 360 rangierte, hoffe man, dass Europa zum besseren Pflaster würde. Doch nicht nur in Deutschland kommt Sonys Next-Generation Konsole nicht auf Touren, in den übrigen europäischen Ländern darf man Ähnliches beobachten.

Am Schlimmsten scheint es dabei Frankreich getroffen zu haben. Dort erlebte Sony in Paris am Eifelturm eine Blamage sondergleichen. Von den 1000 verfügbaren Konsolen zum Launch-Event wurden mickrige 50 verkauft; die restlichen konnten die Japaner wieder mit nach Hause nehmen. Die im Vorfeld durchweg schlechte Kritik und ein Verkaufspreis von 600 Euro werfen kein gutes Licht auf die Konsole. Nintendos Wii ist schon für 250 Euro zu erwerben und bietet dabei ungeahnten Spielspaß. Sony hat den Weg der Technik eingeschlagen; so stellt man die fortschrittlichste Konsole, allerdings auch mit dem teuersten Preis und das scheint beim Kunden nicht wirklich gut anzukommen. Grafikgenuss ja, aber nicht zu jedem Preis, so die Devise der Konsoleros.


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