CeBIT 2008 ohne Asus und Gigabyte?

MessenNachdem gestern zu hören war, dass das im vergangenen August eingegangene Joint Venture zwischen Asus und Gigabyte geplatzt ist, wird heute berichtet, dass beide Hersteller mit dem Gedanken spielen, der CeBIT im kommenden Jahr fernzubleiben. Anscheinend unberührt vom positiven Fazit der Messeleitung in diesem Jahr, wollen die beiden taiwanesischen Firmen im kommenden Jahr nicht wieder die Koffer packen, um für eine Woche in Deutschland Produkte zu zeigen und gegebenenfalls vorzustellen.

Speziell bei Letzterem könnte das Übel liegen. So wird die CeBIT häufig nur noch dazu genutzt, die Neuheiten des letzten halben Jahres zu präsentieren, was den Hersteller, die teuer für einen Platz zahlen, natürlich stinkt. Liebendgern hätten die Hersteller beispielsweise erste R600 Exemplare der Öffentlichkeit gezeigt; so zeigt man nur aufgewärmte Kost, die es schon vor Weihnachten zu sehen gab und um einfach die Produktpalette kurz vorzustellen - so die Ansicht vieler Unternehmen - ist der Ausstellungsplatz auf der CeBIT zu teuer.

Ein weiteres Argument für das mögliche Fernbleiben ist im Publikum begründet. Die meisten der sich im Hannoveraner tummelnden Messegelände befindlichen Gäste sind deutsche Endkunden; potentielle Firmenkunden findet man auf der CeBIT nur noch verstreut. Hauptsächlich sind es die so genannten Tütenträger die das Gelände überlaufen; nette Werbung, die die weit her angereisten Hersteller allerdings teuer bezahlen. Zwar hat die Messeleitung die Marschroute geändert und kündigt vollmundig an, dass auf der CeBIT 2008 mit einer Neustrukturierung alles besser wird und somit auch wieder mehr Business-Kunden nach Hannover strömen, doch die Hersteller scheinen (zurecht) noch etwas skeptisch zu sein.

Die CeBIT hat in den letzten Jahren wertvolle Namen verloren; mit dem möglichen Wegfall von Asus und Gigabyte könnte es zu einschneidenden Maßnahmen kommen, den wir uns aber jetzt noch nicht im Detail annäheren wollen. Wir können nur innständig hoffen, dass die Neuausrichtung im kommenden Jahr gut gelingt und dann Asus und Gigabyte noch einmal ihre Entscheidung überdenken. Weiter bleibt bis dahin zu hoffen, dass nicht auch andere Hersteller den Kopf in den Sand stecken und der CeBIT ade' sagen.


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