RV610 soll G86 in die Parade fahren

AMDNeue Erkenntnise über ATis kommende Low-Cost Ausführung - Codename: RV610 - wirbeln derzeit durch den asiatischen Raum. Der Chip soll schon im Mai an den Start gehen und somit nVidias G86 kräftig die Suppe versalzen. Dadurch dass die 65nm Technologie eingesetzt wird, erhofft man sich den Preis machen zu können und die kalifornische Konkurrenz alt aussehen lassen zu können. Zudem prangert man den niedrigen Stromverbrauch der Chips an - 25 Watt heißt es -, der natürlich resultierend aus der kleinen Fertigungstechnologie hervorgeht. Auch wenn ein nur 64-Bit breites Speicherinterface auf den ersten Blick dürftig erscheint, sind die Kanadier optimistisch, durch architekturelle Verbesserungen und eine schnelle Speichergeschwindigkeit das kleine Speicherinterface gut auszubalancieren. Man munkelt bereits, ATi würde sich bei der Low-Cost Ausführung, die womöglich unter dem Namen Radeon X2300 verkauft wird, gar auf GDDR3 oder GDDR4 Speicher einlassen. Ob diese Lösung allerdings rentabel erscheint, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ausgestattet mit der Direct3D 10 Technologie inklusive dem Shader Model 4.0, muss man zumindest was die Features anbelangt, keinerlei Abstriche gegenüber den teuren High-End Varianten machen. Zudem soll der RV610 von Haus aus über HDMI, Dual Link DVI, S-Video sowie Audio- und Video-Encoding verfügen, was ihn zu einem wahren Multimedia-Chip aufsteigen lässt. Der RV610 soll zugleich der erste Chip sein, der H.264 und VC-1 Material decodieren kann, wenngleich der Mainstreamabkömmling, der voraussichtlich nur wenige Monate später das Licht der Welt erblickt, ebenfalls mit der erweiterten Ausstattung an den Start gehen soll. Wir sind gespannt, wer beim Duell RV610 vs. G86 letztendlich die Nase vorn haben wird. Dank der besseren Fertigungstechnologie muss man ATi im Vorfeld beste Chancen eingestehen, nVidia erst malig im Low-Cost Sektor den Rang abzulaufen. Zumal im Low-Cost Sektor Kriterium Performance, bei dem wir nVidias G86 Chip etwas höher ansiedeln würden, nicht das alles Entscheidende ist.


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