CrossFire für alle Chipsätze freigegeben

AMDSeit gestern schwirren von Asien Gerüchte über, die im Gepäck die faustdicke Überraschung haben, dass AMD/ATi seine Multi-GPU Technologie CrossFire in naher Zukunft plattformübergreifend anbieten wird. Selbst die Chipsätze des Erzfeindes nVidia sollen künftig CrossFire unterstützen, ebenso die von VIA und SiS. Bisweilen bietet ausschließlich Intel die CrossFire Technologie an und man mutmaßte bereits, dass mit kommenden Chipsätzen Abstand von CrossFire genommen würde, da ATi bekanntlich von Intel-Konkurrent AMD aufgekauft wurde.

Obgleich es sich hierbei noch um eine unbestätigte Tatsache handelt, darf man selbstverständlich schon über Sinn und Zweck diskutieren, denn freilich legt AMD/ATi seine Dual-VGA Technologie nicht ohne listigen Hintergedanken offen. Es wird spekuliert, dass man CrossFire durch eine bessere Unterstützung, in besserem Licht zu SLI rücken möchte. SLI ist quasi der Urvater der Multi-GPU Technologie, die nVidia seit der Einführung der GeForce 6800 nutzt und stetig verbessert hat. Erst kürzlich machten Namen wie SLI 2.0 die Runde. Wenn es schon Multi-GPU sein muss, dann - so die Ansicht der meisten - das stabile und ausgereifte SLI.

Dieser überall festverankerten Meinung möchte AMD/ATi künftig entgegensteuern. Bitter nötig, denn die Zahlen von Vale Software (CounterStrike und Half-Life 2 Publisher) zeigen mehr als deutlich, dass SLI die Nase klar vorne hat. Satte 96% der User mit zwei Grafikkarten nutzen die SLI Technologie, entsprechend sind es gerade einmal derer 4% bei CrossFire. Wann man allerdings nach den Sternen greifen möchte und die Technik plattformübergreifend anbieten wird, ist ebenso unbekannt, wie dass nVidia AMD/ATis "Geschenk" überhaupt annimmt. Zudem steht - das wollen wir hier noch einmal klar betonen - eine offizielle Stellungsnahme von AMD/ATi noch aus.

Technisch gesehen ließe sich die Implementierung von CrossFire auf allen Chipsätzen - natürlich zwei PCI-Express Slots vorausgesetzt - schnell realisieren. Insofern trifft man hier schon einmal auf keine Gegengewalt. Durch die interessante Konstellation drängt sich natürlich auch die Frage auf, was passiert, wenn nVidia dem Vorgehen von AMD/ATi tatsächlich zustimmt. Wird dann SLI womöglich auch plattformübergreifend angeboten? Als klarer Sieger dieser Aktion sollten auf jedenfall schon einmal die kleinen Chipschmieden VIA und SiS hervorgehen. Wer im Durcheinander zwischen nVidia, Intel und AMD/ATi letztendlich die besseren Karten bereithält, bleibt abzuwarten.


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