Feurige Infos zur GeForce 8300/8600 Serie

NvidiaEinmal mehr sind es die Kollegen von OCWorkbench die (wahrlos?) Gerüchte verstreuen. Die kochend heiße Flamme machte gestern erst malig Rast beim Thema R600. Die Flamme war so heiß, dass wir uns fast die Finger verbrannt hätten, weswegen wir folgerichtig nicht ausschlossen, dass noch am Abend die ersten, sehr detaillierten R600-Infos als Ente entlarvt würden. Der laufende Tag hat hingegen gezeigt, dass sich die Gros der schreibenden Zunft mit den möglichen Spezifikationen des R600 Chips anfreunden kann. Nun stehen wir nur einen Tag nach der hitzigen Schlacht vor einem ähnlich heißen Kelch. In diesem brodeln neben den möglichen Spezifikationen der GeForce 8900er Serie, ausführliche Infos zur kleineren 8300er und 8600er Reihe. Mit schützenden Handschuhen wollen wir den Schleier heben und schauen, was sich darunter verbirgt.

Die heiße Larva zischt: GeForce 8600. Ein Thema, das bisweilen schon mehrfach durch die Medienlandschaft wütete und dabei teils mehr Chaos als Einsicht gewährte. Immer wieder widersprüchliche Informationen machten das Thema GeForce 8600 so heiß, dass man es kaum mehr anfassen wollte. Die Kollegen von OCWorkbench tun es allerdings eiskalt und werfen dabei glücklicherweise keine völlig neuen Daten in den Raum, sondern bestätigen die teils aufgetauchten Infos. Insbesondere der "heiße Feger" GeForce 8600 GT scheint mehr oder minder enttarnt zu werden. 64 Unified-Shader Einheiten gelten als sicher und Taktraten von 650/1800 MHz können die englischen Kollegen einmal mehr bestätigen. Wenngleich die Vermutung, dass auf der Karte nur ein 128-Bit Speicherinterface sitzt, den ein oder anderen böse reingucken lässt. Ein ewiges hin und her über das Speicherinterface erhitzt schon seit Wochen die Gemüter.

Bei der kleineren 8600 GS Variante scheint man sich zumindest was das Speicherinterface angeht, sicher zu sein, dass dieses 128-Bit beträgt. Auch die Taktraten von 550 MHz beim Chip und 1400 MHz beim Speicher gehen konform mit vergangenen Infos. Es wird sogar noch schöner: OCWorkbench geht davon aus, dass auf der Karte - gleich dem 8600 GT Modell - die vollen 64 Unified-Shaders schlummern, nachdem es bisweilen hieß, dass kleinere Modell müsse mit nur 48 Unified-Shaders Vorlieb nehmen. Der anvisierte Verkaufspreis beträgt weiterhin 199 US-Dollar bei der leistungsstärkeren GT Ausführung und 149 US-Dollar bei der etwas abgespeckteren GS Version.

Um den 8300er Chip aus Kalifornien ist es im Vergleich dazu recht ruhig geworden. Doch waren es in der Vergangenheit immer die Mainstream- und High-End Versionen der Hersteller, die vorab für viel Wirbel sorgten. Die Launches der Low-Cost Varianten gehen teilweise still über die Bühne, dabei vergisst man, dass sie für die Hersteller die gewinnträchtigsten sind. Denn nicht im Mainstream- oder High-End Markt wird das große Geld gemacht, der Low-Cost Sektor entscheidet grundlegend, ob die Umsätze letztendlich ein Top oder Flop sind. Geschuldet an der Tatsache, dass die großen OEM-Builder für ihre Fertig-PCs ausschließlich abgespeckte Versionen - eben jene Low-Cost Karten - kaufen. Mit der GeForce 8300 möchte man also wieder auf große Jagd gehen und hohe Gewinne einfahren. Dabei schickt man gleich zwei Modelle ins Rennen, die allerdings ausschließlich über die Taktfrequenzen Differenzen aufweisen.

Bei beiden Varianten, sowohl bei der 8300 GS als auch bei der 8300 LE, kommen 32 Unified-Shader Einheiten zum Einsatz. Angebunden sind die Karten an ein 128-Bit Speicherinterface, das von einem 128 MiB großen Texturspeicher unterstützt wird, wobei es wahlweise die 8300 GS Version noch als 256 MiB Ausführung geben wird. Die Essenz machen also abermals die Taktraten aus, die bei der 8300 GS 500/1400 MHz betragen sollen und bei der 8300 LE 500/800 MHz. Ersichtlich wird gleich, dass die GS Version gegenüber der LE Version nur über einen deutlich höheren Speichertakt verfügt, was darauf zurückzuführen ist, dass bei ersterer der "teure" GDDR3 Speicher zum Einsatz kommt und bei letzterer der deutlich günstigere GDDR2 Speicher. Inwiefern der geringere Speichertakt das Spielvergnügen einschränkt, ist noch nicht abzuschätzen. Insgesamt sind wir allerdings zufrieden mit den technischen Eigenschaften, wo doch in der Vergangeheit teils desaströse Performance im Low-Cost Sektor abgeliefert wurde.

Am Ende dieser News - um die Kohlen aus dem Feuer zu holen - sind es also wieder "heiße" Spekulationen, dessen Wahrheitsfaktor schwer einzuschätzen ist. Plausibel klingen die Daten allemal, andernfalls hätten wir kaum die News aufgesetzt, doch kann eine vermeintlich kleine Seite wie OCWorkbench tagtäglich die komplette NDA der Hersteller durchleuchten? Skepsis ist geboten, so gut sich die Spezifikationen auch anhören mögen. Wir sind nach dem heutigen und gestrigen Tag gespannt, was uns morgen ereilt. Noch so ein Paukenschlag? Es kocht und kocht also. So lange es nicht anbrennt, who cares? Also ruhig bleiben. Und um die Spekulationen anzuheizen, Tee kochen und natürlich trinken nicht vergessen.


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