R600: Alle Spezifikationen enthüllt?

AMDEs sind in den frühen Mittagsstuden die Kollegen von OCWorkbench, die gleich eine komplette Aufstellung der Radeon X2000er Serie liefern. Angefangen von der Radeon X2300er Serie bis hin zur X2800er Serie ist alles dabei und selbst oft erst reichlich spät eingeführte GTO, GT und XL Varianten sind in der nachfolgenden Liste von OCWorkbench berücksichtigt worden. Sie sprechen von den finalen Spezifikationen des R600 Chips, wir bieten diese Spezifikationen als mögliche und eher halbwahre Option an.

Interessant sind die Gerüchte aber allenfalls, insbesondere das Dual-Chip Modell "X2800 XTX2" kommt in dieser Form überraschend - wohl als Konter zur 7950 GX2 bzw. einer möglichen 8800 GX2 angedacht. Auch wenn die Karte gegenüber der X2800 XTX, dem Topmodell, sowohl bei den Taktfrequenzen als auch bei den weiteren technischen Daten mehr oder minder große Abstriche machen muss, so steht am Ende der gleiche Preis: 599 US-Dollar.

. Chiptakt Speichertakt Shaders Interface Preis
X2800 XTX2 575 MHz 2000 MHz 2x 96 256-Bit 599 US-Dollar
X2800 XTX 750 MHz 2200 MHz 128 512-Bit 599 US-Dollar
X2800 XT 600 MHz 1800 MHz 128 512-Bit 499 US-Dollar
X2800 XL 600 MHz 1800 MHz 96 512-Bit 399 US-Dollar
X2800 GT 650 MHz 1800 MHz 96 256-Bit 349 US-Dollar
X2800 GTO 600 MHz 1400 MHz 96 256-Bit 299 US-Dollar
X2600 XT 650 MHz 1600 MHz 64 128-Bit 199 US-Dollar
X2600 Pro 550 MHz 1400 MHz 64 128-Bit 149 US-Dollar
X2300 XT 650 MHz 1400 MHz 32 128-Bit 99 US-Dollar
X2300 Pro 500 MHz 1400 MHz 32 128-Bit 79 US-Dollar
X2300 LE 500 MHz 800 MHz 32 128-Bit 59 US-Dollar


In den Fokus rückt selbstverständlich die X2800 XTX, nicht nur weil sie das Topmodell der neuen Serie bildet, sondern auch jener viel zitierter R600 ist. Sie soll bislang anders lautender Meldungen über 128 Unified-Shader Einheiten verfügen und mit ordentlichen Taktraten von 750/2200 MHz zu Werke gehen. Zudem bestätigt sich einmal mehr die Annahme, dass auf der Karte ein 512-Bit breites Speicherinterface sitzt, dass die Karte in Kombination mit dem 1024 MiB GDDR4 Speicher in außerirrdische Bandbreitenregionen vorpreschen lässt.

Die Radeon X2800 XT muss gegenüber der XTX Variante neben der Reduzierung der Taktraten auf 600/1800 MHz eine Halbierung des Texturspeichers in Kauf nehmen. Der Verkaufspreis von 499 US-Dollar erscheint aber in Anbetracht der Sachlage als fair. Darunter angesiedelt ist die X2800 XL, die mit nur 96 Unified-Shaders Vorlieb nehmen muss, dafür allerdings hinsichtlich der Taktraten mit XT Niveau auf recht ordentlichem Fuße steht. Die GT Version der X2800er Reihe muss neben der Kürzung auf 96 Unified-Shaders die Kastrierung auf 256-Bit beim Speicherinterface hinnehmen. Mit einem anvisierten Preis von 349 US-Dollar wird sie womöglich in direkter Konkurrenz zu nVidias 8800 GTS stehen. Am unteren Ende der X2800er Serie steht die X2800 GTO, welche neben 96 Unified-Shaders Taktraten von 600/1400 MHz vorzuweisen hat und zudem mit 256 MiB Texturspeicher ein schmerzliches Manko übertragen bekommt.

Für das kleinere Portmonee finden sich im Preisbereich von 150-200 US-Dollar die Modelle X2600 XT und X2600 Pro, die allesamt über 64 Unified-Shader Einheiten verfügen und an ein recht dürftiges Speicherinteface von 128-Bit angebunden sind. Die Taktraten der XT Version belaufen sich auf 650/1600 MHz, wohingegen die X2600 Pro mit nur 550 MHz beim Chip und 1400 MHz beim Speicher taktet. Wer nicht mehr als 100 US-Dollar investieren möchte, für den hält ATi die X2300er Serie bereit, die es in drei unterschiedlichen Ausführungen gibt, die allerdings ausnahmslos über magere 32 Unified-Shader Einheiten verfügen. Differenzen findet man lediglich in den Taktfrequenzen. Eine Anmerkung zur X2300 LE sei noch erlaubt: Laut der Meldung von OCWorkbench sitzt auf der Karte ein Speicher vom Typus GDDR2.

Alle Informationen sind mit einer gehörigen Portion Vorsicht zu genießen, driften sie doch teils recht stark von der bisherigen Informationslage des R600 Chips ab. Zudem macht stutzig, dass die Kollegen von OCWorkbench gleich eine Reihe von Modellen vorlegen. Mögliche Mainstream- und Low-Cost Variante sollten nach bisherigem Kenntnisstand erst im Sommer veröffentlicht werden. Es bleibt abzuwarten, wie die restliche IT-Welt diese Informationen auffasst; ein Dementi schon am heutigen Abend wollen wir nicht ausschließen. Spannung hat man mit diesen interessanten Informationen kurz vor Veröffentlichung des R600 Chips allerdings gewiss erzeugt. Die Frage bleibt also, große Aufregung um nichts oder womöglich handfeste Informationen, die allmählich den Schleier von ATis Next-Generation Serie nehmen. Wir bleiben am Ball.


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