Vista-Nachfolger soll schon 2009 kommen

MicrosoftMit breiter Brust verkündet Microsoft in diesen Tagen, dass der Vista-Nachfolger Vienna, über dessen Entwicklungsstand wir erst kürzlich berichteten, schon 2009 kommen soll. Vienna soll dabei zum einen revolutionäre Züge annehmen, aber auch gleichzeitig für Vista geplante Features nachträglich ins Betriebssystem verankern. Hierbei wird als Exempel immer wieder gerne das Dateisystem WinFS herausgepickt, das ursprünglich einer der Trumpfzüge von Vista werden sollte, letztendlich aufgrund zu hoher Entwicklungszeit allerdings gestrichen wurde. Das neue Dateisystem soll eine vielfach schnellere Suche auf der eigenen Festplatte ermöglichen, womit die Suche endgültig zu einer tragenden Säule im Windows Betriebssystem mutieren würde, nachdem man schon mit Vista die Suche an deutlich zentralerer Stelle positioniert hat.

Auf Microsofts weiterer Wunschliste sollen sich so wörtlich "fundamentale" Features befinden. Eines dieser, so ließ Entwicklungschef von Vienna, Ben Fathi, durchblicken, heiße "HyperVisors", wobei er eine nähere Erklärung offen hielt, um womöglich die Medienlandschaft zum Rätseln zu animieren. Kenner meinen, dass Fathi darunter eine neue Benutzeroberfläche sieht, dessen Umfangsspektrum zum momentanen Zeitpunkt von außen wohl aber nur schwer einzuschätzen ist. Stichhaltigere Details möchte Fathi in kommenden Monaten über Konferenzen an die Öffentlichkeit zu tragen.

Überrascht hat der Microsoft-Guru aber insbesondere damit, dass Vienna nun schon auf das Jahr 2009 vorgezogen wird, nachdem einige den für 2010 anvisierten Plan gar für nicht einhaltbar hielten. Die allerdings verbleibende Entwicklungszeit von ca. zweieinhalb Jahren entspricht genau jener Zeit, die zwischen Windows XP SP2 und Vista lag. Analysten sind weiterhin skeptisch und glauben, dass Microsoft abermals zu viel Honig aufs Brot schmiert und letztendlich nur bescheidene Features mit einem viel zu späten Launchtermin liefert. Auf der anderen Seite möchte man sagen, dass Herr Fathi Vienna sicherlich nicht ansatzlos vorgeschoben hat - eine gute Entwicklung ist demnach nicht von der Hand zu weisen.


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