CeBIT: Mehr Kongress als Messe

MessenKurz vor dem letztjärigen Fest der Liebe berichteten wir davon, dass die CeBIT in den kommenden Jahren eine komplette Neuausrichtung anstrebt, um dem ständigen Absagen von prominenten Herstellern entgegen zu wirken. Man wolle die CeBIT 2008 wieder ins rechte Licht rücken und sie zur so genannten "Profimesse" rehabilitieren, hieß es. Genauere Infos, wie man dabei vorgehen möchte, blieben die Verantwortlichen bis dato schuldig. Nunmehr meldet man sich zu Wort und spricht erstmals davon, dass die CeBIT in Zukunft mehr als Kongress denn als Messe angedacht sei. Auch eine völlig neue strukturelle Ordnung soll dafür sorgen, dass die CeBIT wieder als einmaliger Event angesehen wird; die Raumflächen sollen effizienter genutzt werden.

Zudem möchte man am Liebsten nur selektierte Besucher in den Hannoveraner Hallen sehen; man erhofft sich, dass mit der Umstrukturierung im Jahr 2008 wieder 90 Prozent der Besucher wirkliche Fachbesucher sind. Momentan scheinen es knapp 85 Prozent zu sein; die restlichen 15 Prozent verderben laut der Messeleitung das Flair auf der Messe. Unter den 15 Prozent finden sich unterdessen gehäuft Jungsporne, die mehr aus reiner Neugier das Event besuchen anstatt sich fachlich zu informieren.

Erste Maßnahmen sind allerdings bei der schon in einem Monat anlaufenden Messe zu spüren. So wurde kurzerhand die Halle 27 gestrichen, in der in vergangenen CeBIT-Jahren öfters viel Krach gemacht wurde, was vorwiegend das jüngere Publikum anlockte. Ganz verscherzen will man es sich mit dem potenziellen Kundenstamm dann aber doch nicht. So verwies man darauf, diese nur künftig an "dezentralerer Stelle" unterzubringen, was damit genau gemeint ist, führte man leider nicht fort. Vorstellen kann man sich, dass Jugendliche für einen reduzierten Eintrittspreis nur spezifische Hallen besuchen dürften.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare