Neue Konstruktion: Intel Tolopai

IntelDass Intel momentan an vielen Baustellen tätig ist, dürfte unlängst bekannt sein. Als Branchenprimus versucht man immer neue Märkte zu erschließen und setzt dabei auch zwangsläufig neuartige Verfahren und Technologien ein. Die Kollegen von HKEPC berichten heute von einem ganz neuen Projekt der amerikanischen Chipschmiede. So werkelt das in Santa Clara beheimatete Unternehmen an einem System-On-Chip-System, wo interessanterweise der altbekannte Pentium M die Basis für legt. Der interne Codename für die CPU, die auf einem quadratischen Träger sitzt, dessen Seiten je 3,75cm messen, heißt als Gesamtkonstrukt "Tolopai".

Auf dem kleinen Träger schlummert aber nicht nur die Pentium M CPU, die übrigens in drei unterschiedlichen Varianten letztendlich auf dem Chip zum Einsatz kommen soll; als 600-, 1066- und 1200 MHz Variante, sondern auch zahlreiche andere PC Komponenten. Unter anderem sitzt auf dem Datenträger eine North- und Southbridge sowie ein Speichercontroller, der bis zu 2 GiB DDR2 800 Speicher unterstützen kann. Ferner schlummern im Tolopai zahlreiche Anschlüsse; von Gigabit-Ethernet-Ports über PCIe x8, PCIe x4 und gar x1 ist alles dabei. Schlussendlich zwei SATA/300 Anschlüsse und zwei USB 2.0 Ports.

Wer Hoffnung trägt, solch eine All-in-One Lösung alsbald im Desktop Sektor zu sehen, den müssen wir vertrösten. Intel plant diese Lösung ausschließlich in Industriesystemen einzusetzen und damit AMDs Geode Prozesoren oder auch VIAs C7 Chip Konkurrenz zu machen. Voraussichtliches Erscheinungsdatum ist das vierte Quartal, obwohl bereits im zweiten erste Referenzsysteme ausgehändigt werden sollen. Inwiefern Intel mit seiner Lösung, die sich im übrigen gerade einmal 13- bis 25 Watt genehmigen soll, Erfolg haben wird, ist zum momentanen Zeitpunkt nur schwer abzuwägen.


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