AMDs 690er-Chipsätze kommen im Februar

AMD Die Übernahme von ATi durch AMD ist bei vielen schon in den hinteren Teil des Gedächtnisses gerückt; schließlich ist ein gutes halbes Jahr vergangen - wer denkt in der zukunftsorientierten IT-Welt schon soweit zurück? Erste Früchte dieser für AMD kostenspieligen Übernahme konnten leider noch nicht geerntet werden. Der so genannte RS690 Chipsatz sollte die erste Zusammenarbeit zeigen, doch ist es um ihn in den vergangen Wochen beängstigend still geworden. Nun tauchen wie aus dem Nichts Informationen auf, die den Chipsatz kurz vor seiner Veröffentlichung sehen. Ende des Monats - also noch vor der CeBIT - soll es soweit sein. Dann wird AMD nach jahrelanger Abstinenz erst malig wieder einen hauseigenen Chipsatz produzieren, der allerdings größtenteils auf den Armen der aufgekauften Chipschmiede ATi lastet. Sie haben bereits vor der Übernahme an jenem Chipsatz gewerkelt und verfügen zudem über das nötige Know-How, anders als die "alten" AMD-Mitarbeiter, die jahrelang dem Chipsatzmarkt fernblieben, einen serienreifen Chipsatz zu entwickeln.

AMD wird von Beginn an fünf verschiedene Varianten des Chipsatzes anbieten. Zwei davon sind dem Notebook-Sektor vorbehalten, währenddessen die anderen drei im Desktop-Sektor zum Einsatz kommen und nach den bekannten Low-Cost- Mainstream- und High-End Sektoren gestaffelt sind. Angeführt wird die 690er Serie vom "RD690", der High-End Ausführung. Ob er als direkter Konkurrent des nForce 590 SLI Chipsatzes angedacht ist, ist noch unbekannt, ebenso, wie die zwei weiteren Desktop Ausführungen konkret ihre Positionen einnehmen. Normalerweise sollte man davon ausgehen, dass der RD690 den 590 SLI Chipsatz von nVidia gar noch leistungsmäßig übertrifft, denn sich als Urheber der Produkte von einem 9 Monate alten Chipsatz geschlagen zu geben, wäre wahrlich nicht ruhmreich. Jegliche Details über die Performance des Chipsatzes aus Sunnyvale sind bis zum momentanen Zeitpunkt allerdings nicht aufgetaucht.

Eine entscheidende Rolle soll der integrierten Grafiklösung des "690G" Chipsatzes zukommen, wie wir schon in einer im Dezember aufgesetzten News berichteten. AMD hat für diesen speziellen Chipsatz immer noch höchste Töne des Lobes übrig und verspricht, dass dieser alle bisher gesehnen integrierten Grafiklösungen in den Schatten stellen wird. Unklar ist noch immer, welcher Grafikchip letztendlich verbaut wird. Es hält sich immer noch das Gerücht, es handle sich dabei um eine abgespeckte Version der Radeon X700, die allerdings damals aufgrund von bärenstarker Konkurrenz seitens der GeForce 6600 nie Fuß fassen konnte. Welchen Umfang die Abspeckungen allerdings einnehmen, ist noch ungewiss; eine Kürzung der Pixelpipelines von 8 auf 4 wird als mögliche Variante in Betracht gezogen. Fest steht jedenfalls, dass der Chipsatz natives DVI, HDCP und HDMI unterstützt.


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