Vista-Nachfolger Vienna modular aufgebaut

MicrosoftVista steht in den Läden und alles diskutiert darüber, dessen Sinn und Unsinn, Performance, Kompatibilität, Ressourcenverbrauch und vielem anderen. Doch halt, einige stürzen sich derzeit schon auf den Nachfolger, der seit kurzem den offiziellen Namen Vienna trägt und so namentlich an die Stadt Wien angelehnt ist. Allerdings ist man sich ziemlich sicher, dass die Verkaufsversionen in Zukunft schlicht und einfach nummeriert sein werden - somit Vienna zum Verkauf ganz simpel Windows 7 heißen wird. Der Grund ist einfach. Der bisherige Windows Entwicklungschef Jim Allchin räumt momentan seinen Platz für dessen Nachfolger Steven Sinofsky, welcher bisher für die Entwicklung der Office Produkte verantwortlich war und Windows an die Nomenklatur von Office anlehnen möchte.

Leider kann man zum momentanen Zeitpunkt offiziell fast nichts über Vienna sagen, außer dass man mit der Arbeit begonnen hat. Jedoch munkelt man in Fachkreisen bereits eifrig. So geht man davon aus, dass Vienna unter anderem völlig modular aufgebaut sein wird, was auch gut mit dem kürzlich von Microsoft eingereichtem Patent zusammen passen würde, welches genau dies beschreibt. Aber was genau heißt modular? Wenn der Kunde in Zukunft Windows erwirbt, würde er erst mal nur einen Grundkernel bekommen, der lediglich rudimentäre Funktionen beinhaltet, also nichts weiter als eine nackte Plattform ist. Möchte er jetzt Netzwerkfunktionen nutzen, muss er ein passendes Modul erwerben und in den Kernel einfügen. Gleiches gilt für andere Funktionen wie spezielle Hardware Unterstützung oder sonstigem. Grob könnte man es in die Bereiche Hardware, Peripherie, Kommunikation und Applikationen unterteilen. Genaueres ist dazu leider nicht bekannt.

Wie der Vertrieb aussehen soll, ist ebenfalls noch nicht geklärt. Hier gibt es abermals nur Vermutungen. Vorstellbar wäre die einfache Option, dass der Kunde die einzelnen Module käuflich erwirbt, allerdings dürften einige Funktionen auch als kostenfreies Update zur Verfügung stehen, andere vermuten gar ein monatliches Abo. Letzteres halten wir - zumindest für Privatkunden - für völlig unwahrscheinlich, wäre der Verwaltungsaufwand für Microsoft doch - bei mehreren Millionen Kunden - viel zu hoch. Vorteile hätte es für den Kunden insofern, als dass dieser sich nur das zusammenstellt, was er wirklich braucht; so auf Unnützes verzichten kann, was mehr Stabilität, Einfachheit, höhere Performance und Sicherheit zur Folge hätte.

Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, verkündete Bill Gates auf einer Werbeveranstaltung, dass man in Zukunft versuchen werde, alle 3 Jahre ein neues Windows zu präsentieren. Damit wäre ein Erscheinungstermin im Jahre 2010 nicht unwahrscheinlich. Während andere große Firmen wie Google ihre Produkte durch einfaches Uploaden quasi in Nullzeit auf den Markt bringen können und sich so ständig frisches Geld in die Taschen schaufeln, hängt Microsoft noch am klassischem Vertrieb fest, der eine langwierige Entwicklung hat und sich nicht wirklich Up to Date halten kann. Durch schnelleres Herausbringen von neuen Betriebssystemen erhofft man sich ein besseres Geschäft. Was der Kunde davon letztendlich hat, wissen wir nicht, denn selbst nach 5 Jahren Entwicklung brachte Vista nur wenige Innovationen mit. Wie soll es dann also nach nur 3 Jahren aussehen?


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