Catalyst 7.1 für Windows Vista erschienen

AMDGestern Abend, einen Tag also vor dem heutigen Vista-Launch, hat ATi finale Treiber für das Next-Generation Betriebssystem aus Redmond vorgestellt. Oftmals mussten wir dem Catalyst-Treiber fehlende Innovation vorwerfen; der allmonatliche "Aufklatsch" zog äußerst selten Neuerungen mit sich und konnte zudem nicht nennenswerte Performanceverbesserungen erzielen. Frei dem Motto "Neues Betriebssystem, neues Glück" stellt ATi begierigen Vista-Nutzern mit dem Catalyst 7.1 einen taufrischen Treiber zur Seite.

Die Liste der Neuerungen und vor allen Dingen der geplanten Neuerungen ist lang, so dass wir nun Schritt für Schritt vorgehen wollen und erst einmal die Features zusammentragen, die der aktuelle Catalyst mit sich bringt. Zum einen wäre die Funktion der Wiedergabe von HDCP geschützten High-Definition-Daten auf den verfeindeten "Platten" HD-DVD- und Blu-ray zu nennen. Der Treiber gewährt also erst malig die Möglichkeit, in den Genuss des High-Definition Feelings zu kommen, wobei selbstverständlich Player ala PowerDVD Ultra oder WinDVD 8 zur Wiedergabe vorinstalliert sein müssen. Einschränkungen gibt es insofern, als dass vorerst nur die 32-Bit Version den besagten Support bietet; die 64-Bit Version soll erst mit dem übernächsten Catalyst Treiber die Fähigkeit erhalten, High-Definition Inhalte wiederzugeben.

Kritisch wurde in vergangenen Tagen immer wieder die Performance beäugt, welche oftmals über 20% hinter der der ausgereiften Windows XP Treiber war. Auch wenn die deftige Lücke zum nunmehr seit 5 Jaren am Markt platzierten Windows XP nicht geschlossen werden konnte, gehen die Kanadier mit Optimismus in die kommenden Wochen und Monate. So soll schon mit dem aktuellen Catalyst 7.1 die Performancedifferzenz zu Windows XP in Direct3D Anwendungen auf "magere" 8% gesenkt worden sein; weitere Verbesserungen möchte man in darauffolgenden Versionen nachlegen. Was das Thema OpenGL betrifft, kann ATi eigentlich nur Hohn und Spott ernten. Hier wollte man die Performancedifferenz zu XP nicht einmal nennen. Worauf die wahrscheinlich desolate Leistung des ATi-Treibers unter OpenGL zurückzuführen ist, wollten die Kanadier dann aber doch fairerweise verraten. So sei man mit der Aufbereitung der OpenGL Funktionen zwar fertig, allerdings fehlen jegliche Optimierungen, die man dann in kommenden Versionen nachreichen möchte.

Dass OpenGL Problem nimmt beim Betrieb mit CrossFire noch ganz andere Dimensionen an, genauer gesagt funktioniert OpenGL noch gar nicht unter Verwendung eines CrossFire Systems. Auch hier gelobt man Verbesserung und verweist auf die Zukunft. Unter OpenGL bei CrossFire fui, unter Direct3D bei CrossFire hui. Dort soll man angeblich performancemäßg mit dem Windows XP Pendant auf einem Level liegen und auch die altbekannten Features soweit importieren. Einzig und allein auf "Alternate Frame Rendering" muss der neugierige Vista-User noch verzichten. Jenes Feature wurde erst jüngst mit dem Catalyst 7.1 unter Windows XP eingeführt und stellt die theoretisch effizienteste Zusammenarbeit zwischen zwei Grafikchips dar.

Eine weitere Neuerung des Treibers schlummert im Treiberinterface, dem so genannten Catalyst Control Center (CCC), das seit Einführung einen Hagel der Kritik einstecken musste. Insbesondere der Aspekt Speicherverbrauch und Reaktionszeit sorgten bei dem ungeduldigen User für Erzürnen und Sehnung an das gute, alte Control Panel. Dieses ist mittlerweile Geschichte - vom CCC längst überrollt. Doch es tut sich was und so verspricht ATi die Reaktionszeit von 8,7 Sekunden auf 1,5 Sekunden reduziert haben zu können. Möglich sei dies durche eine komplette Überarbeitung des Programmcodes gewesen. Gleichzeitig konnte zu allem Überfluss der Speicherbedarf um 38% gesenkt werden, womit der neue CCC ein wahrlich attraktives Treiberinterface geworden ist. Des Weiteren wurde die 3D-Vorschau ein wenig blank geputzt; Unterschiede können deutlich schneller wahrgenommen werden, was nicht zuletzt auf die eingeführte Zoom-Funktion zurückzuführen ist.

Um den Bogen nicht allzu sehr zu überspannen, wollen wir nur noch kurz einen weiteren Eckpfeiler der neuen Version ansprechen - den "Catalyst Install Manager". Dieser soll sowohl für ein schnelleres Installieren, als auch ein schnelleres Deinstallieren sorgen. Diese Änderung/Vereinfachung war unserer Meinung nach auch bitter nötig, denn neue Kunden scheiterten recht häufig an einer Treiberneuinstallation aufgrund einiger zu beachtender Spezialfälle. Am Ende unserer News wollen wir noch darauf aufmerksam machen, dass in künftigen Versionen das recht interessant überarbeitete Feature "Adaptive Anti-Aliasing" auf der Liste der Änderungen steht. Dabei möchte man das hübsch anzusehende Adaptive Anti-Aliasing auch erstmals in den deutlich performanteren Multi-Sampling implementieren, um womöglich auch der Konkurrenz die Stirn zu zeigen, die jenes Feature bereits seit der GeForce 7 Serie offiziell unterstützt.


Kommentar schreiben

  • Loggen Sie sich oben mit ihren Benutzerdaten ein, um Kommentare zu verfassen.
  • Falls Sie noch kein Mitglied sind, können Sie sich in unserem Forum registrieren.

0 Kommentare