AMD: Barcelona 40% schneller als Clovertown

AMDDie Schmach der letzten Tage vergessen, blickt AMD wieder äußerst optimistisch in die Zukunft und glaubt mit dem K8L das Blatt noch rechtzeitig wenden zu können. War es bisher Intel, der schon vorab recht viel über eine neue Prozessorgeneration durchblicken ließ, geht nun auch AMD in die Offensive und buhlt um seine kommende Prozessorgeneration, auf die man große Stücke setzt. Nach den durchweg negativen Schlagzeilen möchte man sich wieder ins rechte Licht rücken und prangert - wie einst Intel bei der Core-Microarchitektur - die neue Architektur mit einem Hauch Euphemismus an. In einem Interview mit CNET machte AMD-Angestellter Randy Allen darauf aufmerksam, dass die neuen Quad-Core Serverprozessoren (Codename: Barcelona) Intel Furcht und Angst lehren werden. Der Barcelona-Core wird der erste auf Basis der neuen K8L-Architektur sein und im zweiten Quartal erscheinen. Desktopadaptionen sind für das dritte Quartal anvisiert.

Insbesondere die Aussage, dass der Barcelona-Core im Durchschnitt den Clovertown (Explizit: Intel Xeon E5300) mit sagenhaften 40% hinter sich lässt, stieß auf großes Medieninteresse. Dabei wurde jedoch ein klein wenig übergangen, dass man hier einen direkten Vergleich zum Intel Xeon E5300, dem kleinsten Quad-Core Ableger der Intel Serverriege, aufstellte. Seine Taktfrequenz bzw. die des E5310 beläuft sich auf 1.6 GHz. Packt man auf die 1.6 GHz jene 40% oben drauf, kommt man auf 2.2 GHz. Hierbei ist jetzt ungeklärt, ob AMD meint, dass man mit 1.6 GHz so schnell wäre wie ein Clovertown mit 2.2 GHz oder ob die maximale Leistung der eines 2.2 GHz taktenden Clovertowns entspricht. Sollte ersteres tatsächlich zutreffen, dürfte AMD in den nächsten Monat ohne Zweifel wieder im Erfolg baden, wenn sich letzteres hingegen bewahrheitet, stehen dem kalifornischen Unternehmen auch noch künftig einige böse Tage ins Haus. Schließlich hat Intel im Portfolio Prozessoren mit Taktraten von bis zu 3.0 GHz!

Zudem wird berichtet, dass die Floating-Point Performance gegenüber der der aktuellen Dual-Core Opterons um den Faktor 3,6 steige, womit einmal mehr geklärt wäre, dass AMD beim K8L speziell an der Floating-Point Performance Hand angelegt hat. Damit begründet man auch das spätere Erscheinen der Architektur. Wann aber nun genau, wo man sich quasi schon auf der Zielgraden befindet, der Startschuss fällt, weiß man bisweilen nicht. Analysten gehen davon aus, dass AMD den Barcelona recht zügig vorstellen wird, auch wenn mit keiner flächendeckenden Verfügbarkeit gedient werden kann. Das Unternehmen steht zu sehr unter Druck, als dass es den Launch auf die lange Bank schieben könnte, so die Vermutungen. Eine übergreifende Verfügbarkeit erwartet man derweil erst für Juni. Es bleibt spannend.


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