AMD: Ausbau Dresden nimmt Formen an

AMDNach sieben Monaten harter Arbeit ist der Neubau des AMD Bump- und Test-Gebäudes abgeschlossen. Seit dieser Woche ist man folglich damit beschäftigt, dass 20.000 Quadratmeter große Gebäude an die Gegebenheiten anzupassen. Erste Produktionslagen sollen bereits in den Reinraum gebracht worden sein - ein langsames Einnisten ist zu erkennen. Nach den strengen Reglementarien werden unter so genannten Reinraumbedingungen die Produktionsanlagen an die entsprechenden Versorgungsmedien angeschlossen - man spricht hierbei auch gerne vom "Hook-Up". Im Neubau werden dann künftig - nach Fertigstellung des Hook-Ups - die aus der Fab 30 und Fab 36 eingehenden Wafer mit Kontaktverbindungen versehen und anschließend auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft. Bislang wurde dieser Vorgang noch in den Produktionsstätten selbst, ergo der Fab 30 und Fab 36, erledigt.

Reinraumvermessung im Neubau

Mit dem Standort Dresden fährt AMD nun schon seit über 10 Jahren äußerst erfolgreich und weitere perspektivvolle Pläne machen Mut, dass die Stadt am Elbufer auch noch künftig vom zweitgrößten Halbleiterhersteller weltweit profitieren kann. Momentan hat man beispielsweise mit der Konvertierung der "alten" Fab 30 in ein neues 300mm Waferwerk, das im übrigen nach Vollendigung in Fab 38 umbenannt wird, alle Hände voll zu tun. Simultan schraubt man an den Fertigungskapazitäten der erst 2003 fertiggestellten Fab 36. Man rechnet damit, dass allein die jetzigen Arbeiten bis Ende 2008 andauern werden. Erfolg des Ganzen sollen später unheimliche Kapazitätsvolumen von bis zu 45.000 Wafern in nur einem Monat sein.

Standort Dresden

Unterdessen ist die Frage einer weiteren, neuen Lagerstätte immer noch nicht vom Tisch. AMD und Dresden. Diese Partnerschaft passt und beruht auf Gegenseitigkeit. Es wird immer wieder lobend hervorgehoben, dass sich AMD in der ehemaligen DDR angesiedelt hat und somit vielen Arbeitswilligen, die aufgrund wirtschaftlicher Flaute sonst wohl zum Abstellgleis gehören würden, zu einem sicheren Arbeitsplatz verholfen hat. Über 8000 Mitarbeiter hat das kalifornische Unternehmen in Dresden unter Vertrag. Diese Tatsache brachte selbst der oft trüb reinguckenden Kanzlerin Angela Merkel auf dem 10-jahres Jubiläum des Standorts Dresdens ein Lächeln übers Gesicht.


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